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Tal Josaphat: Naturschutz aktiv gestalten

Pflegemaßnahmen und Biotopverbund sichern Lebensräume bis 2027

Von Redaktion Landshut09.02.26, 12:18

In diesem Artikel

MG
Maria García-Alvarez

Im Zentrum des Schutzgebietes „Tal Josaphat“ laufen seit vergangener Woche gezielte Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der Biodiversität. Die Biodiversitätsberatung der Stadt Landshut hat die Arbeiten an einem ehemaligen Streuobstbestand der alten Hofstelle aufgenommen.

Maßnahmen zum Erhalt des Biotopverbundes

Im Rahmen der Maßnahme werden Obstbäume freigestellt und gebietsfremde Pflanzenarten wie der Schmetterlingsflieder entfernt. Dies trägt dazu bei, das ursprüngliche ökologische Gleichgewicht zu stärken und den Lebensraum für zahlreiche heimische Arten zu verbessern.

Kurz erklärtStreuobstbestand

Ein Streuobstbestand ist eine traditionelle Form des Obstanbaus, bei der hochstämmige Obstbäume verstreut auf Wiesen oder Feldern wachsen. Diese Strukturen bieten wertvolle Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten.

Das Landschaftsschutzgebiet „Tal Josaphat“ umfasst rund 25 Hektar und ist ein bedeutender Bestandteil des Biotopverbunds innerhalb der Stadt Landshut. Die Fläche zeichnet sich durch Laubmischwälder, naturnahe Hecken, artenreiches Grünland und feuchte Hochstaudenfluren aus.

Lebensraum für Zauneidechsen, Igel & Co.

Ein wichtiger Teil der aktuellen Maßnahmen ist die Schaffung neuer Rückzugsorte für heimische Tierarten. Das bei der Pflege anfallende Astmaterial wird direkt vor Ort zu mehreren Ast- und Totholzhaufen sowie einer Benjeshecke aufgeschichtet. Diese Strukturen bieten beispielsweise Zauneidechsen, Igeln und weiteren Arten Nahrung, Schutz und geeignete Bedingungen für Fortpflanzung und Überwinterung.

Kurz erklärtBenjeshecke

Eine Benjeshecke ist eine aus Ästen und Zweigen aufgeschichtete Hecke, die Lebensraum für Tiere und Pflanzen bietet und zur ökologischen Aufwertung von Landschaften beiträgt.

Weitere Maßnahmen und Förderung

Zusätzlich sind weitere Maßnahmen zur Förderung von Amphibien und Insekten, darunter der Deutsche Sandlaufkäfer und verschiedene Wildbienenarten, geplant. Diese Aktivitäten sind langfristig angelegt und werden bis Ende 2027 fortgesetzt.

Die Projekte sind Bestandteil der städtischen Entwicklung und Förderung des Biotopverbundes und werden vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert.

Kontakt für Rückfragen

Für Interessierte und bei Rückfragen steht Maria García-Alvarez als Ansprechpartnerin der Biodiversitätsberatung der Stadt Landshut zur Verfügung.

Kontakt

title="Maria García-Alvarez"

subtitle="Biodiversitätsberatung Stadt Landshut"

phone="0871-88 14 69"

email="[email protected]"

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Die Entwicklung des Schutzgebietes „Tal Josaphat“ steht beispielhaft für den nachhaltigen Naturschutz auf kommunaler Ebene. Die aktuellen Maßnahmen verdeutlichen, wie gezielte Eingriffe der Biodiversität zugutekommen und langfristige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten geschaffen werden können.

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