Kommunale Wärmeplanung startet in Olching
Stadt Olching, Stadtwerke Olching und KLIMA³ stimmen Ziele und nächste Arbeitsschritte ab, um die Wärmeversorgung langfristig tragfähig zu organisieren.
Kommunale Wärmeplanung in Olching gestartet
In Olching hat die kommunale Wärmeplanung offiziell begonnen. Stadt Olching, Stadtwerke Olching und die Energieagentur KLIMA³ haben beim gemeinsamen Auftakt die Ziele und die nächsten Arbeitsschritte abgestimmt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Wärmeversorgung in der Stadt künftig verlässlich und langfristig tragfähig organisiert werden kann.
Zu Beginn wird untersucht, wie in Olching derzeit geheizt wird, wo besonders hohe Wärmebedarfe bestehen und welche lokalen sowie erneuerbaren Wärmequellen künftig genutzt werden können. Auf dieser Grundlage soll der Wärmeplan für die einzelnen Gebiete mögliche Versorgungswege aufzeigen, etwa über Wärmenetze oder dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen.
Bestehende Strukturen und mögliche Erweiterungen
Olching verfügt bereits über ein bestehendes Wärmenetz und über Wärme aus dem Müllheizkraftwerk Geiselbullach. Diese Ausgangsbasis soll in der Planung berücksichtigt werden. Untersucht werden Möglichkeiten zur Verdichtung und Erweiterung des Netzes sowie zusätzliche Wärmequellen wie Geothermie und sogenannte Umweltwärme, also beispielsweise Wärme aus Luft, Grundwasser oder Gewässern. Für andere Teile des Stadtgebiets werden dezentrale Versorgungslösungen betrachtet.
Die Stadtwerke Olching bringen ihre Kenntnisse der vorhandenen Infrastruktur, des Netzbetriebs und der bisherigen Ausbauplanungen in den Prozess ein. KLIMA³ übernimmt die Projektleitung und die fachliche Gesamtkoordination. Dabei werden Gebäude-, Verbrauchs-, Netz- und Infrastrukturdaten zusammengeführt und räumlich ausgewertet.
Was der Wärmeplan leisten soll
Der Wärmeplan trifft keine Entscheidung für ein einzelnes Gebäude. Er soll aufzeigen, welche Versorgungsmöglichkeiten in einem Gebiet grundsätzlich infrage kommen. Welche Heizung für ein konkretes Gebäude geeignet ist, hängt weiterhin vom Zustand und Wärmebedarf des Hauses, der vorhandenen Technik und davon ab, welche Lösungen für das einzelne Gebäude tatsächlich möglich und sinnvoll sind.
Erster Bürgermeister Maximilian Gigl betonte, viele Bürgerinnen und Bürger fragten sich, wie sie ihr Gebäude in Zukunft beheizen können und ob ein Anschluss an das Wärmenetz infrage komme. Die Wärmeplanung werde nicht jede Entscheidung sofort beantworten können, solle aber möglichst konkret und nachvollziehbar zeigen, welche Lösungen in den verschiedenen Teilen der Stadt realistisch seien.
Weitere Beteiligung im Projektverlauf
Im weiteren Verlauf werden weitere Fachakteure eingebunden, darunter Netzbetreiber, größere Wärmeverbraucher, Wohnungswirtschaft, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen. Über Zwischenergebnisse und Beteiligungsmöglichkeiten will die Stadt rechtzeitig informieren.
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