Ausweislose Frau auf dem Weg zum Oktoberfest gestoppt

Lindauer Bundespolizei stoppt am Grenzübergang Hörbranz eine ausweislose Philippinin auf dem Weg zum Oktoberfest. CS-Gas gesichert, Vorführung 25.09.2026.

Von Herold Team1 Min. Lesezeit
Bundespolizeidirektion München: Zurückweisungshaft statt Bierzelt/ Bundespolizei ertappt ausweislose Frau auf dem Weg zum Oktoberfest

© Bundespolizei/Jacob Maibaum – Foto: Jacob Maibaum - Referat 66

© Bundespolizei/Jacob Maibaum – Foto: Jacob Maibaum - Referat 66

Die Lindauer Bundespolizei hat am Donnerstag, 24. September, am Grenzübergang Hörbranz an der BAB 96 eine ausweislose philippinische Staatsangehörige gestoppt, die auf dem Weg zum Oktoberfest war. Nach Angaben der Beamten ergaben die Kontrollen, dass sich die 25-Jährige vermutlich seit Jahren unerlaubt im Schengenraum aufhält. Zudem führte sie ein verbotenes CS-Gas-Sprühgerät mit sich.

Die Frau saß in einem Mietfahrzeug mit französischer Zulassung, das in der Kontrollstelle Sigmarszell angehalten wurde. In dem Transporter befanden sich sechs Personen, darunter ein 40-jähriger französischer Fahrer. Während sich der Mann mit seinem Reisepass ausweisen konnte, war die Philippinin ausweislos. Sie erklärte den Polizisten, sie komme aus Frankreich und wolle für vier Tage nach München reisen, um das Oktoberfest zu besuchen. Ihre Ausweisdokumente habe sie in ihrer Wohnung in Frankreich vergessen; vorzeigen konnte sie nur ein Handyfoto ihres Reisepasses.

Die Bundespolizei stellte fest, dass die 25-Jährige weder in Deutschland noch in Frankreich einen Aufenthaltstitel besitzt. Außerdem ergab die Recherche, dass sie im Oktober 2022 ein deutsches Touristenvisum hatte. Laut Mitteilung liegt deshalb nahe, dass sie sich seither unerlaubt im Schengenraum aufhält.

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten in der Handtasche der Frau das CS-Gas-Sprühgerät ohne Prüfzeichen und stellten es sicher. Die Bundespolizisten zeigten sie wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen versuchter unerlaubter Einreise an. Gegen den Fahrer wurde eine Anzeige wegen Beihilfe zur versuchten unerlaubten Einreise gefertigt; er blieb auf freiem Fuß.

Nachdem die Frau eine Sicherheitsleistung in Höhe von 200 Euro hinterlegt hatte, wurde sie am Freitagvormittag, 25. September, dem Amtsgericht Kempten vorgeführt. Anschließend brachte die Bundespolizei sie in die Abschiebehafteinrichtung Hof. Von dort aus soll sie in ihr Heimatland zurückgewiesen werden.

Bereits am 6. August berichteten wir über einen weiteren Einsatz der Bundespolizei am Grenzübergang Hörbranz: 29-Jähriger Österreicher am Grenzübergang Hörbranz festgenommen.

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