Kindergartenanbau in Bischofsreut soll im August 2027 bezugsfertig sein

Der Kneipp-Kindergarten in Bischofsreut erhält einen Anbau für zwei Gruppen mit je 20 Kindern. Die Gemeinde Haidmühle kalkuliert mit Gesamtkosten von rund 3,5 Millionen Euro.

Von Redaktionsteam Haidmühle2 Min. Lesezeit
Baustelle des Kindergartenanbaus in Bischofsreut.

Foto: Gemeinde Haidmühle

Foto: Gemeinde HaidmühleBild 1 von 2

Der Anbau des Kneipp-Kindergartens in Bischofsreut soll im August 2027 bezugsfertig sein. Anschließend ist die Sanierung des bestehenden Gebäudes geplant, die bis Juli 2028 abgeschlossen werden soll. Für beide Bauabschnitte zusammen rechnet die Gemeinde Haidmühle derzeit mit Kosten von rund 3,5 Millionen Euro.

Zusätzliche Plätze für Kinder aus der Gemeinde

Im Erweiterungsbau sollen zwei Gruppen mit jeweils 20 Kindern Platz finden. Nach der Fertigstellung wird das bestehende Kindergartengebäude umfassend saniert. Dort soll anschließend eine Kinderkrippe für Kinder unter drei Jahren entstehen.

Derzeit besuchen 43 Kinder den Kindergarten. Wegen der begrenzten Zahl genehmigter Betreuungsplätze können nicht alle Kinder aus dem Gemeindegebiet dort aufgenommen werden. Benachbarte Kindergärten ermöglichen diesen Kindern aktuell dennoch einen Betreuungsplatz.

Die Erweiterung soll künftig dauerhafte Betreuungsmöglichkeiten schaffen und eine wohnortnahe Betreuung aller Kinder aus der Gemeinde ermöglichen. Ohne die zusätzlichen Plätze im Waldkindergarten würden die Kapazitäten des bestehenden Kindergartens bei Weitem nicht ausreichen, um den tatsächlichen Betreuungsbedarf zu decken. Zugleich weist die Kindergartenaufsicht am Landratsamt Freyung-Grafenau laut Mitteilung seit Jahren darauf hin, dass der Waldkindergarten in seiner bisherigen Form langfristig nicht genehmigungsfähig sei. Auch das bestehende Gebäude habe bauliche und funktionale Defizite, die mit der Sanierung behoben werden sollen.

Förderung durch den Freistaat

Das Bauvorhaben wird nach Angaben der Gemeinde über die Regierung von Niederbayern mit staatlichen Fördermitteln unterstützt. Die genaue Höhe der Förderung nennt die Mitteilung nicht. Bürgermeister Roland Schraml sagte: „Ohne die finanzielle Unterstützung des Freistaats Bayern wäre ein Projekt dieser Größenordnung für unsere Gemeinde kaum zu stemmen.“

Der Anbau entsteht in Holzständerbauweise. Vorgesehen sind unter anderem große Fensterfronten sowie moderne Leitungs- und Personalräume. Laut Gemeinde wurden bislang ausschließlich Unternehmen aus der Region mit Arbeiten beauftragt.

Die Planung des Projekts begann vor mehr als zehn Jahren. Als Gründe für Verzögerungen nennt die Gemeinde mehrere Planungsanläufe und einen Wechsel des Architekturbüros. Die lange Planungsphase habe zudem zu Kostensteigerungen geführt.

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