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Von: Redaktionsteam Haidmühle
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Betreff: Pressemitteilung Anbau und Sanierung Kindergarten Bischofsreut
Pressemitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung.
Nach über zehn Jahren Planung - Kindergartenanbau in Bischofsreut nimmt Fahrt auf
Investition von rund 3,5 Millionen Euro in die Zukunft unserer Kinder - Umfangreiche Förderung durch den Freistaat Bayern - Anbau soll im August 2027 bezugsfertig sein
Bischofsreut. Nach mehr als zehn Jahren Planung, zahlreichen Verzögerungen und mehreren Planungsanläufen nimmt der Anbau des Kneipp-Kindergartens Bischofsreut nun sichtbar Gestalt an. Damit wird eines der wichtigsten kommunalen Bauprojekte der Gemeinde Haidmühle umgesetzt. Rund 3,5 Millionen Euro werden voraussichtlich in den Erweiterungsbau und die anschließende Sanierung des bestehenden Kindergartens investiert.
Bereits während der Amtszeit der damaligen Bürgermeisterin Fenzl wurde festgestellt, dass die vorhandenen Räumlichkeiten den steigenden Anforderungen und dem tatsächlichen Platzbedarf nicht mehr gerecht werden. Ein Architekturbüro wurde mit den ersten Planungen beauftragt. Nach der Bürgermeisterwahl 2020 entschied die damalige neue Gemeindeführung, die Planungen an ein anderes Architekturbüro zu vergeben. Dadurch kam es zu weiteren zeitlichen Verzögerungen.
Seit 2024 wird das Projekt unter Bürgermeister Roland Schraml mit Nachdruck vorangetrieben. Für ihn stand fest, dass nach den vielen Jahren der Planung endlich mit der Umsetzung begonnen werden müsse. Die lange Planungsphase hat zu erheblichen Kostensteigerungen geführt, da die Baukosten im Laufe der Jahre deutlich angestiegen sind.
Darüber hinaus verursachten die in der Vergangenheit eingerichteten Außenstellen in Philippsreut sowie der Waldkindergarten in Bischofsreut einen erhöhten finanziellen Aufwand im Bereich der Kinderbetreuung und belasteten den Gemeindehaushalt nachhaltig. Vor diesem Hintergrund ist die Schaffung einer dauerhaften und wirtschaftlich tragfähigen Lösung sowohl aus organisatorischer als auch aus finanzieller Sicht erforderlich.
Dringender Handlungsbedarf bei der Kinderbetreuung
Die Notwendigkeit der Erweiterung ergibt sich jedoch nicht allein aus dem gestiegenen Platzbedarf. Die Kindergartenaufsicht am Landratsamt Freyung-Grafenau weist bereits seit vielen Jahren darauf hin, dass der Waldkindergarten in seiner bisherigen Form langfristig nicht genehmigungsfähig ist. Gleichzeitig weist auch das bestehende Kindergartengebäude zahlreiche bauliche und funktionale Defizite auf, die im Zuge der geplanten Sanierung beseitigt werden sollen. Ohne die zusätzlichen Betreuungsplätze im Waldkindergarten würden die Kapazitäten des bestehenden Kindergartens bei Weitem nicht ausreichen, um den tatsächlichen Betreuungsbedarf zu decken.
Der neue Anbau wird künftig Platz für zwei Gruppen mit jeweils 20 Kindern bieten. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus wird das bestehende Kindergartengebäude umfassend saniert. Dort soll anschließend auch eine Kinderkrippe für Kinder unter drei Jahren entstehen. Damit schafft die Gemeinde langfristig zeitgemäße und verlässliche Betreuungsmöglichkeiten für ihre jüngsten Bürgerinnen und Bürger. Aktuell besuchen 43 Kinder den Kneipp-Kindergarten in Bischofsreut. Aufgrund der begrenzten Anzahl genehmigter Betreuungsplätze können derzeit nicht alle Kinder aus dem Gemeindegebiet in unserem gemeindlichen Kindergarten aufgenommen werden. Erfreulicherweise besteht dank der Unterstützung benachbarter Kindergärten aktuell die Möglichkeit, diesen Kindern dennoch einen Betreuungsplatz anzubieten. Dies verdeutlicht einmal mehr den dringenden Handlungsbedarf und die Notwendigkeit des geplanten Kindergartenanbaus, um künftig allen Kindern aus unserer Gemeinde eine wohnortnahe Betreuung ermöglichen zu können.
Umfangreiche Förderung durch den Freistaat Bayern
Die Gesamtkosten für beide Bauabschnitte werden derzeit auf rund 3,5 Millionen Euro geschätzt. Für die finanzschwache Gemeinde Haidmühle stellt dies eine erhebliche Herausforderung dar. Umso wichtiger ist die umfangreiche finanzielle Unterstützung durch den Freistaat Bayern. Das Bauvorhaben wird über die Regierung von Niederbayern mit erheblichen staatlichen Fördermitteln unterstützt.
Bürgermeister Roland Schraml betont die besondere Bedeutung dieser Förderung: "Ohne die finanzielle Unterstützung des Freistaats Bayern wäre ein Projekt dieser Größenordnung für unsere Gemeinde kaum zu stemmen. Die staatlichen Fördermittel leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, dass wir trotz unserer angespannten Haushaltslage in eine moderne und zukunftsfähige Kinderbetreuung investieren können."
Gleichzeitig bleibt es Aufgabe der Gemeinde, die Kostenentwicklung während der gesamten Bauphase genau im Blick zu behalten und die verfügbaren finanziellen Mittel wirtschaftlich einzusetzen.
Fertigstellung in zwei Bauabschnitten geplant
Nach dem derzeitigen Zeitplan soll der neue Anbau bereits im August 2027 bezugsfertig sein. Unmittelbar danach ist der Beginn der Sanierungsarbeiten am Bestandsgebäude vorgesehen. Diese sollen bis Juli 2028 abgeschlossen werden.
Bei einem gemeinsamen Ortstermin mit Vertretern des Planungsbüros IBE und Kindergartenleiterin Nicole Höppler informierte sich Bürgermeister Roland Schraml über den aktuellen Stand der Baumaßnahme.
Schraml unterstrich dabei nochmals die Dringlichkeit des Projekts: "Nach über zehn Jahren Planung ist es höchste Zeit, dass wir dieses wichtige Vorhaben endlich umsetzen. Unsere Kinder und das Kindergartenpersonal brauchen moderne, funktionale und vor allem dauerhaft gesicherte Räumlichkeiten. Trotz der enormen finanziellen Belastung ist diese Investition für die Zukunft unserer Gemeinde unverzichtbar."
Moderne Bauweise und regionale Wertschöpfung
Der neue Kindergarten wird in moderner Holzständerbauweise errichtet. Mit dieser nachhaltigen und zukunftsorientierten Bauweise entsteht ein funktionales, energieeffizientes und kindgerechtes Gebäude. Große Fensterfronten sorgen für helle, freundliche Gruppen- und Aufenthaltsräume und schaffen eine angenehme Atmosphäre für Kinder und Beschäftigte.
Zudem sind moderne Leitungs- und Personalräume vorgesehen, die den Anforderungen eines zeitgemäßen Kindergartenbetriebs gerecht werden und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen bieten.
Besonders erfreulich ist, dass bislang ausschließlich Unternehmen aus der Region mit den Arbeiten beauftragt wurden. Damit bleibt ein wesentlicher Teil der Investitionen in der heimischen Wirtschaft und stärkt die regionale Wertschöpfung.
Baustelle sorgt für Begeisterung bei den Kindern
Trotz der laufenden Bauarbeiten halten sich die Einschränkungen für den Kindergartenbetrieb bislang in einem überschaubaren Rahmen. Für die Kinder ist die Baustelle sogar eine spannende Abwechslung. Bagger, Kräne und Lastwagen werden mit großem Interesse beobachtet und sorgen immer wieder für neugierige Blicke und Gesprächsstoff im Kindergartenalltag.
Auch beim Kindergartenpersonal ist die Vorfreude auf die neue Einrichtung bereits deutlich spürbar. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten das Projekt mit großem Interesse und freuen sich darauf, künftig in modernen, großzügigen und optimal auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmten Räumlichkeiten arbeiten zu können.
Bürgermeister Schraml zeigte sich erfreut über den bisherigen Baufortschritt und hofft auf einen weiterhin reibungslosen Verlauf. Bereits jetzt lassen die Planungen und ersten sichtbaren Arbeiten erkennen, dass in Bischofsreut ein attraktiver Kindergarten mit einem großzügig gestalteten Außenbereich entstehen wird.
"Wir investieren hier nicht nur in ein Gebäude, sondern vor allem in unsere Kinder und damit in die Zukunft unserer gesamten Gemeinde. Dass wir dieses wichtige Projekt nach so vielen Jahren nun endlich verwirklichen können, ist auch der umfangreichen Unterstützung durch den Freistaat Bayern und die Regierung von Niederbayern zu verdanken", betonte Schraml abschließend.
Bild 1 1. Bürgermeister Roland Schraml, Planungsbüro IBE, Nicole Höppler Kindergartenleitung, Manuel Eder Planungsbüro IBE, Michael Schauberger techn. Bauamt
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