Silja Beck erhält Volker-Hinniger-Preis 2026
Die Nürnberger Künstlerin Silja Beck ist mit dem Volker-Hinniger-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Die mit 3.000 Euro dotierte Ehrung wurde im Historischen Museum Bamberg übergeben. Der Stadtrat hatte am 25. März einstimmig für Beck entschieden und folgte damit der Empfehlung einer Jury unter dem Vorsitz von Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar.
Becks Installationen greifen gesellschaftliche Themen auf und verbinden sie mit technischen und interaktiven Elementen. Das Publikum kann mit den Arbeiten interagieren und teilweise deren Entwicklung beeinflussen. Die Jury würdigte diesen Ansatz, der Begegnungen schaffe und zur Auseinandersetzung anrege.
Bei der Preisverleihung gab Beck gemeinsam mit Professor Michael Munding von der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg Einblicke in ihre künstlerische Arbeit. Vorgestellt wurde unter anderem ihr Werk „Hörapparat“: Das als Leporello gestaltete Objekt wird aufgefaltet über den Kopf gestülpt und vergrößert die Ohrmuscheln. So sollen neue Hörerlebnisse entstehen, die gewohnte Wahrnehmungsmuster hinterfragen.
Der Volker-Hinniger-Preis wurde 1990 von Gretel Hinniger zum Gedenken an ihren Sohn, den 1988 verunglückten Künstler Volker Hinniger, gestiftet. Die Auszeichnung soll junge bildende Künstlerinnen und Künstler fördern und wird alle drei Jahre vergeben. Für 2027 ist in Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Bamberg voraussichtlich eine Ausstellung mit Werken Becks in der Villa Dessauer geplant.
Beck wurde 1996 in Wasserburg am Inn geboren und lebt und arbeitet in Nürnberg. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und schloss 2025 ihr Masterstudium der Freien Kunst am Royal Institute of Arts in Stockholm ab.
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