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Betreff: Medieninformation 570/2026: Silja Beck erhält Volker-Hinniger-Preis 2026
Medieninformation 570 / 2026
20.10.2026
Silja Beck erhält Volker-Hinniger-Preis 2026
Nürnberger Künstlerin überzeugt mit interaktiven Installationen.
Der Volker-Hinniger-Preis 2026 geht an die Künstlerin Silja Beck. Im feierlichen Rahmen wurde die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung im Historischen Museum Bamberg übergeben. Mit der Ehrung würdigt die Stadt Bamberg eine junge Künstlerin, die gesellschaftliche Fragestellungen auf innovative Weise in ihre Arbeit integriert und das Publikum aktiv in ihre Kunst einbezieht. Die Entscheidung des Stadtrats fiel am 25. März 2026 einstimmig und folgte der Empfehlung einer fachkundigen Jury unter dem Vorsitz von Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar. Der Preis wird alle drei Jahre vergeben.
Silja Beck eröffnet mit ihren Arbeiten neue Zugänge zur zeitgenössischen Kunst im öffentlichen Raum. Ihre Installationen greifen aktuelle gesellschaftliche Themen auf und verbinden diese mit technischen und interaktiven Elementen. Dabei werden die Betrachtenden nicht zu bloßen Zuschauerinnen und Zuschauern: Sie werden selbst Teil des Kunstwerks, können mit ihm interagieren und dessen Entwicklung teilweise sogar beeinflussen.
Dieser performative Ansatz, mit dem Beck die Möglichkeiten künstlerischer Ausdrucksformen immer wieder neu auslotet, überzeugte die Jury. Ihre Kunst schafft Begegnungen, regt zur Auseinandersetzung an und macht deutlich, wie unmittelbar Menschen in künstlerische Prozesse eingebunden werden können.
Der Volker-Hinniger-Preis wurde 1990 von Gretel Hinniger zum Gedenken an ihren 1988 verunglückten Sohn, den Künstler Volker Hinniger, ins Leben gerufen. Ziel der Auszeichnung ist es, junge bildende Künstlerinnen und Künstler zu fördern.
"Genau deshalb ist der Volker-Hinniger-Preis ein so wichtiger Bestandteil unserer zeitgenössischen Kulturförderung in Bamberg. Er schließt eine besondere Lücke in der regionalen Kulturlandschaft: die Förderung junger Talente in der Bildenden Kunst. Zeitgenössischer, avantgardistischer und oft auch unkonventioneller Kunst wird dadurch die Aufmerksamkeit und Wertschätzung zuteil, die sie verdient", betont die Dritte Bürgermeisterin Eva Jutzler.
Wie vielschichtig Silja Becks künstlerische Praxis ist, zeigte das anschließende Gespräch mit Professor Michael Munding von der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, der zugleich Mitglied der Jury war. Anhand von Abbildungen ihrer Installationen und Kunstwerke erhielten die Gäste Einblicke in Becks Arbeitsweise. Besonders anschaulich wurde dies bei der Demonstration ihres Werks "Hörapparat". Das Objekt ist als Leporello gestaltet, das aufgefaltet über den Kopf gestülpt wird und die Ohrmuscheln vergrößert. Dadurch entstehen neue Hörerlebnisse, die gewohnte Wahrnehmungsmuster hinterfragen. Beck macht damit erfahrbar, dass Klang nicht allein über die Ohren wahrgenommen wird, sondern mit dem ganzen Körper und im Raum erlebt werden kann.
Für den musikalischen Rahmen der Preisverleihung sorgte Anna Butter.
Auch über die Preisverleihung hinaus soll Silja Becks Kunst in Bamberg präsent sein: Voraussichtlich 2027 ist in Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Bamberg eine Ausstellung mit ihren Werken in der Villa Dessauer geplant.
Zur Preisträgerin
Silja Beck wurde 1996 in Wasserburg am Inn geboren. Sie studierte Kunstpädagogik sowie Interaktive Medien und Dynamische Forschung an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. 2025 schloss sie ihr Masterstudium der Freien Kunst am Royal Institute of Arts in Stockholm ab. Seit 2019 arbeitet sie zudem als Workshop-Leiterin, unter anderem in Berlin, an der Folkwang Universität der Künste in Essen und an der Bergen Architecture School in Norwegen. Beck lebt und arbeitet in Nürnberg. Ihre künstlerischen Arbeiten sind national und international präsent.
Die Jury
Ulrike Siebenhaar als Kulturreferentin (Vorsitzende der Jury),
Dr. Fabian Ludovico als Direktor der Museen der Stadt Bamberg, Sylvia Michel als Vorsitzende des Kunstvereins und Christa Thiel (Nachlassverwalterin von Volker Hinniger) sowie die Künstler:innen und Kunstsachverständigen: Maren Jensen, M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kunsthalle Schweinfurt, Studienrätin Johanna Keesmann, Kunsterzieherin an den Maria-Ward-Schulen Bamberg, Prof. Michael Munding, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Richard Wientzek, Künstler und ehem. Preisträger
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