Niederbayerns Wirtschaft zeigt erste Erholung – viele Betriebe planen Stellenabbau

Die Konjunktur in Niederbayern zeigt erste Erholungssignale: Die Investitionsbereitschaft steigt, doch viele Unternehmen planen weniger Beschäftigte.

Von NewsWork GmbH1 Min. Lesezeit
Metallteile auf einer Werkbank in einer fiktiven Industriehalle.

KI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

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Die Konjunktur in Niederbayern zeigt im Herbst erstmals wieder nach oben. Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser, und die Investitionsbereitschaft nimmt zu. Eine knappe Mehrheit der Betriebe möchte ihre Investitionen ausweiten. Von einer breiten Aufbruchstimmung kann laut der aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Niederbayern dennoch keine Rede sein: Viele Unternehmen rechnen weiter mit schwierigen Monaten und weniger Beschäftigten.

Besonders deutlich ist die Zurückhaltung bei Neueinstellungen. Nur acht Prozent der Betriebe planen zusätzliche Stellen, mehr als doppelt so viele rechnen mit einem Abbau. Der Fachkräftemangel sei in manchen Branchen derzeit kein Thema mehr, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner. Seit knapp fünf Jahren entwickle sich die niederbayerische Wirtschaft unterdurchschnittlich.

Handel und Industrie bleiben unter Druck

Im Handel sind die Beschäftigungspläne der Umfrage zufolge auf dem niedrigsten Stand seit dem Corona-Schock 2020. Auch das bevorstehende Weihnachtsgeschäft lässt die Händler kaum auf bessere Zeiten hoffen.

In der Industrie hat sich die Stimmung zwar erneut aufgehellt, doch viele Produktionsanlagen sind weiterhin nicht ausreichend ausgelastet. Besonders der Maschinenbau steht unter Druck. Entsprechend zurückhaltend bleiben die Unternehmen bei Investitionen und Neueinstellungen.

Etwas freundlicher präsentiert sich die Dienstleistungsbranche: Ihre Geschäftslage ist insgesamt stabil, und ihre Investitionsbereitschaft liegt über der in den anderen Wirtschaftszweigen. Vor allem Banken und Versicherungen melden gute Zahlen. Die Transport- und Logistikbranche ist dagegen unmittelbar von der schwachen Nachfrage aus Industrie und Handel betroffen.

IHK fordert bessere Rahmenbedingungen

IHK-Präsident Thomas Leebmann sieht die hohen Arbeits- und Energiekosten als zentrale Belastungen für den Wirtschaftsstandort. Die Politikexterner Link, öffnet ein neues Fenster müsse Kosten senken, Bürokratie abbauen, Genehmigungsverfahren beschleunigen und die Infrastruktur modernisieren. Außerdem fordert die IHK flexiblere Arbeitszeitregelungen und stabile Sozialversicherungsbeiträge. Auch das Erstarken reformkritischer Kräfte bei den jüngsten Wahlen bewerten die befragten Unternehmen als Risiko.

Ob aus den ersten positiven Signalen ein nachhaltiger Aufschwung wird, bleibt offen.

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