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Köln will Spielplätze umbenennen – Fürth bleibt beim Alten

Diskussion um Sprache und Kosten: Kölns neue ‚Spiel- und Aktionsfläche‘ stößt in Bayern auf Kritik

Von Neues aus Fürth03.07.25, 10:36

In diesem Artikel

TJ
Thomas Jung

Die Stadt Köln plant, den Begriff „Spielplatz“ auf öffentlichen Flächen durch die Bezeichnung „Spiel- und Aktionsfläche“ zu ersetzen. Dieses Vorhaben stößt nun auf deutliche Kritik aus Bayern: Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung äußert Unverständnis gegenüber dem Namenswechsel und bewertet die Pläne als Beispiel für eine abgehobene und realitätsferne Stadtpolitik.

Kritik aus Fürth an Kölner Wortwahl

Laut Thomas Jung hätten Kommunen in Deutschland derzeit dringendere Aufgaben, als neutrale Begriffe wie „Spielplatz“ durch neue Wortschöpfungen zu ersetzen. Insbesondere hebt Jung hervor, dass das Kölner Jugendamt eigenen Angaben zufolge ein ganzes Jahr an dem Thema gearbeitet habe. Für den Haushalt 2023 sind demnach 38.000 Euro zur Umsetzung der Namensänderung vorgesehen.

Jung stellt zudem den Sinn des Projekts grundsätzlich infrage. Er bezweifelt, dass die Änderung in Bezug auf Diversität, kulturelle Hintergründe oder eine erfolgreiche Inklusion wirklichen Mehrwert bringen wird.

Begriffe und Hintergründe

Kurz erklärtDiversität

Diversität beschreibt die Vielfalt der Menschen, zum Beispiel hinsichtlich Herkunft, Alter, Geschlecht oder Weltanschauung. Im öffentlichen Raum wird Diversität oft als Ziel angesehen, um möglichst viele Menschen einzubeziehen.

Kurz erklärtInklusion

Inklusion steht für das Ziel, dass Menschen mit und ohne Behinderung selbstbestimmt zusammenleben und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Bereichen teilhaben können.

Fürth hält am „Spielplatz“ fest

In Fürth werden die rund 100 Spielplätze weiterhin als „Spielplätze“ bezeichnet. Der Oberbürgermeister betont, dass auf diesen Flächen nach wie vor alle Bürgerinnen und Bürger willkommen sind. Fürths Verwaltung lehnt eine Umbenennung somit ausdrücklich ab.

Debatte um Sprache und Kommunalpolitik

Die Diskussion um die Benennung von öffentlichen Flächen spiegelt eine größere gesellschaftliche Kontroverse über Sprache, Inklusion und das Engagement von Verwaltungen wider. Während sich einige Städte intensiver mit Begrifflichkeiten auseinandersetzen, setzen andere, wie Fürth, auf Bewährtes und fordern stattdessen den Fokus auf andere dringende Herausforderungen im kommunalen Alltag.

Ob weitere Städte dem Kölner Vorstoß folgen oder sich der Haltung Fürths anschließen, bleibt abzuwarten.

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