Pegnitz: Wohnanlage Blumenstraße braucht Millioneninvestitionen

Der Pegnitzer Stadtrat berät am 28. Oktober über den Investitionsbedarf der Wohnanlage Blumenstraße und weitere Tagesordnungspunkte.

Von Team Pegnitz2 Min. Lesezeit
Nahaufnahme von Arbeiten an elektrischer Technik. KI-Symbolbild.

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Der Pegnitzer Stadtrat kommt am Mittwoch, 28. Oktober 2026, zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. Beginn ist um 17 Uhr im Sitzungssaal des Alten Rathauses, Hauptstraße 45.

Wohnanlage Blumenstraße: hohe Investitionen erforderlich

Im Mittelpunkt steht die technische und wirtschaftliche Bewertung der städtischen Wohnanlage in der Blumenstraße. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Stadtrat die Bewertung zur Kenntnis nimmt. Sie beschreibt 93 Wohnungen mit rund 4.266 Quadratmetern Wohnfläche. 28 Wohnungen sind noch nicht saniert; dafür werden durchschnittlich 40.000 Euro je Wohnung und insgesamt rund 1,12 Millionen Euro veranschlagt.

Für weitere Gebäudemaßnahmen beziffert die Vorlage den geschätzten Investitionsbedarf auf rund 2,25 Millionen Euro. Darin enthalten sind unter anderem 800.000 Euro für die Kellerabdichtung und eine Million Euro für die Heizungs- und Energieversorgung. Auch der Rückbau von Kaminen, Nacharbeiten an älteren Sanierungen sowie Arbeiten an Außenanlagen und Garagendächern sind aufgeführt. Die Beträge sind Schätzungen und ersetzen laut Vorlage keine verbindliche Kostenberechnung.

Die wirtschaftliche Lage schwankte in den vergangenen Jahren deutlich. 2022 überstiegen die Bewirtschaftungskosten den Kaltmietertrag; 2023 fiel der Ertrag nach offenen Forderungen deutlich höher aus als in den übrigen aufgeführten Jahren. Die Vorlage beschreibt, dass bisher vor allem unmittelbar notwendige Arbeiten erledigt wurden und für weitergehende Investitionen derzeit keine Spielräume bestünden.

Als theoretisches Finanzierungsszenario für die weiteren Gebäudemaßnahmen führt die Vorlage eine Mietanpassung um 20 Prozent alle drei Jahre an, erstmals zum 1. Januar 2027. Danach könnten die zusätzlichen rund 2,5 Millionen Euro rechnerisch nach etwa 12,4 Jahren finanziert sein. Diese Berechnung ist ausdrücklich theoretisch; sie stellt keinen Beschluss über eine Mieterhöhung dar.

Weitere Punkte der Tagesordnung

Der fraktionslose Stadtrat Walter Kurz beantragt, künftig zwischen der Freie Wähler Gemeinschaft und der Pegnitzer Gemeinschaft zu sitzen. Die Verwaltung hält fest, dass der Stadtrat die Sitzordnung festlegen kann; aus der Fraktionslosigkeit ergebe sich jedoch kein Anspruch auf einen zentralen Sitzplatz.

Wegen Kurz’ Austritt aus der PEG-Fraktion soll der Stadtrat außerdem Ausschuss- und Gremienplätze neu besetzen. Die Vorlage hält fest, dass sich die Kräfteverhältnisse bei der Ausschussbesetzung durch den Austritt nicht verändert haben. Vorgeschlagen sind neue Besetzungen unter anderem im Werkausschuss Abwasserwerk, im Verwaltungsrat, in der Verbandsversammlung und im Werkausschuss Juragruppe sowie in der Friedhofskommission.

Auf der Tagesordnung stehen ferner die Benennung von Mitgliedern für den Sportältestenrat, die Vorberatung des Haushalts 2027 und die Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 9. September. Ein Stadtratsmitglied hat gegen das Protokoll Einspruch eingelegt und eine Ergänzung beantragt; darüber soll das Gremium entscheiden. Der öffentliche Teil endet mit Bekanntgaben und Anfragen. Ein nichtöffentlicher Teil ist ebenfalls vorgesehen.

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