Nahwärmenetz soll sieben Gebäude am Rathausplatz versorgen

In Bad Kissingen verlegen die Stadtwerke Wärmeleitungen für sieben städtische Gebäude. Der Fußweg zwischen Feserhaus und Stadtbücherei ist gesperrt.

Von Redaktionsteam Bad Kissingen, GKSt1 Min. Lesezeit
Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel tauscht sich mit Stadtwerke-Projektleiter Martin Hopf, den Geschäftsführern Dr. Ralf Merkl und Anja Binder sowie Maik Schmeller aus.

Foto: Ben Kiesel

Foto: Ben Kiesel

Am Rathausplatz haben die Stadtwerke Bad Kissingen mit dem Verlegen von Wärmeleitungen für ein Nahwärmenetz begonnen. Angeschlossen werden sollen sieben städtische Gebäude: das Neue Rathaus, die Finanzverwaltung, der Stadtsaal, das Feserhaus, der Reichenbacher Hof, die Stadtbücherei und das Liegenschaftsgebäude in der Maxstraße 18.

Die Leitungsarbeiten sollen witterungsabhängig noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Für 2027 sind Wärmeversorgungsanlagen und weitere Installationen in den Gebäuden vorgesehen. Ab Herbst 2027 sollen die angeschlossenen Häuser über das neue Netz versorgt werden.

Wärmepumpen und Erdgas-Spitzenkessel

Das Konzept kombiniert Luft-Wasser-Wärmepumpen mit Erdgas-Spitzenkesseln. Die Vorlauftemperatur des Netzes soll an den jeweiligen Wärmebedarf angepasst werden. Alte Erdgaskessel werden durch eine Anlage ersetzt, die auf die Heizlastberechnung abgestimmt ist. Die Stadtwerke betreiben die Anlage nach ihrer Fertigstellung im Rahmen eines langfristigen Wärme-Contractings.

Eine Herausforderung ist der denkmalgeschützte Gebäudebestand, in dem keine Dämmmaßnahmen vorgesehen sind. Dennoch soll der Anteil erneuerbarer Wärme steigen und die Versorgung effizienter werden.

Fußweg gesperrt, Feserhaus über Hintereingang erreichbar

Im ersten Bauabschnitt werden Leitungen im Bereich der Stadtbücherei, des Feserhauses und des Reichenbacher Hofs verlegt. Der Fußgängerdurchgang zwischen Feserhaus und Stadtbücherei in Richtung Mühlgasse ist gesperrt. Fußgängerinnen und Fußgänger werden über die Schulgasse und die Zwingergasse umgeleitet. Das Feserhaus ist nur über den Hintereingang erreichbar.

Anschließend sollen die Arbeiten im Rathausinnenhof und entlang des Rathaushauptgebäudes vom Eisernen Tor bis zur Maxstraße weitergehen. Der Wochenmarkt soll weiterhin donnerstags stattfinden. Auch der Martini-Markt am 5. November und der Weihnachtsmarkt am 3. Dezember können nach Angaben der Stadt auf dem Rathausplatz stattfinden. Für die Veranstaltung im Rathausinnenhof am 27. Oktober bleibt der Zugang zum Stadtsaal frei.

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