Zwei Vorträge der Reihe „Herzensstücke“ beleuchten Kriminalfälle aus der Geschichte

Die Stadtbibliothek Nürnberg lädt am 22. Oktober und 19. November zu Vorträgen über einen Doppelmord von 1820 und ein wiederentdecktes Renaissance-Schriftstück ein. Der Eintritt ist frei.

Von Redaktion Nürnberg1 Min. Lesezeit
Stadtbibliothek

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Ein Doppelmord im Nürnberg des Jahres 1820 und ein wiederentdecktes Schriftstück aus der Renaissance stehen im Mittelpunkt zweier Vorträge der Reihe „Herzensstücke“. Die Stadtbibliothek Zentrum lädt dazu am Donnerstag, 22. Oktober, und am Donnerstag, 19. November 2026, jeweils um 17.30 Uhr ein.

Beide Vorträge finden im Lesesaal der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek auf der Ebene L1 statt. Die Adresse lautet Gewerbemuseumsplatz 4. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist per E-Mail an [email protected] möglich.

Ein Doppelmord und ein Schriftstück aus der Renaissance

Am 22. Oktober rekonstruiert die Bibliothekarin Annette Englisch unter dem Titel „Kriminalfall von 1820“ einen Doppelmord, der sich am 20. September 1820 mitten in Nürnberg ereignete. Als Grundlage dienen Aufzeichnungen des Juristen P. J. Anselm von Feuerbach, eine Leichenpredigt für die Opfer und Gedichte, die der Verurteilte an die Wände seiner Gefängniszelle schrieb.

Der Vortrag am 19. November trägt den Titel „Giftmorde, Kriegslisten und Liebestechniken“. Dr. Christine Sauer stellt dabei ein außergewöhnliches Schriftstück aus der Zeit um 1500 vor, das erst 2024 wiedergefunden wurde. Es enthält eine Liste von Themen, die der junge Cesare Borgia mit seinem Hauslehrer, dem Nürnberger Lorenz Behaim, erörterte.

Die Reihe „Herzensstücke“ präsentiert einmal im Monat besondere Kostbarkeiten aus den Sammlungen der Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg. Weitere Informationen stehen auf der Internetseite der Reihe.

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