Nürnberger Nachhaltigkeitsförderung unterstützt 55 Initiativen
Wie lassen sich Ressourcen in der Stadt besser nutzen? Zwei Nürnberger Projekte geben darauf unterschiedliche Antworten: Das Forschungskollektiv Circle Farming untersucht wasserkreislaufbasierte Anbausysteme, die Initiative segment#BRAUCHBAR hält Materialien aus Kulturproduktionen für eine erneute Verwendung bereit.
Umwelt- und Gesundheitsreferentin Britta Walthelm besuchte die Projekte im Oktober 2026. Sie stehen stellvertretend für 55 ehrenamtlich getragene Initiativen, die in diesem Jahr von der Lokalen Agenda 21 der Stadt Nürnberg Zuschüsse in Höhe von insgesamt 100.000 Euro erhielten.
Forschung zu Pflanzen und Fischen
Circle Farming beschäftigt sich mit urbaner Lebensmittelproduktion. Im Zentrum stehen Systeme, in denen Pflanzen und Fische in einem technisch gesteuerten Wasser- und Nährstoffkreislauf wachsen. Solche Ansätze können den Verbrauch von Wasser, Fläche und Nährstoffen senken. Gemeinsam mit Initiativen aus Nürnberg und Umgebung untersucht das Kollektiv, welchen Beitrag die Anbaumethoden zu einer ökologisch und sozial nachhaltigen Lebensmittelversorgung leisten können.
Materialien aus Produktionen weitergeben
segment#BRAUCHBAR hat seinen Sitz in der Nürnberger Kongresshalle. Die Initiative sammelt Bühnenbilder, Requisiten, Kostüme und weitere Ausstattung, die nach Theater-, Film-, Messe- oder Eventproduktionen nicht mehr gebraucht werden, und stellt sie für eine erneute Nutzung bereit. So können die Materialien andernorts wieder eingesetzt oder kreativ weiterverarbeitet werden. Ziel ist es, Abfälle zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und Kosten zu reduzieren.
Derzeit laufen Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit von segment#BRAUCHBAR mit dem zirkulären Kaufhaus zirka.
Weitere Informationen zur Projektförderung der Lokalen Agenda 21 gibt es auf der Seite zur Förderung.
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