Nürnberg will jährlich 2.000 neue Wohnungen ermöglichen
Beim ersten Nürnberger Wohnungsgipfel haben Bürgermeister Dr. Nasser Ahmed und Vertreterinnen und Vertreter der Wohnungswirtschaft am 9. Oktober im Baumeisterhaus darüber beraten, wie mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen kann. Der Gipfel soll den Auftakt für einen kontinuierlichen Austausch bilden.
Die Stadt strebt rund 2.000 neue Wohnungen pro Jahr an. Im langjährigen Mittel wurden zuletzt rund 1.500 Wohnungen jährlich fertiggestellt. Hohe Baukosten, schwierige Finanzierungsbedingungen, begrenzt verfügbare Grundstücke und aufwendige Verfahren erschweren laut Stadt die Umsetzung von Bauvorhaben.
Baulandbeschluss wird überprüft
Die Stadt will den Baulandbeschluss verwaltungsintern auf seine Wirksamkeit und Praxistauglichkeit überprüfen und weiterentwickeln. Ziel ist, bezahlbaren Wohnraum weiterhin zu sichern und zugleich die Voraussetzungen dafür zu verbessern, dass mehr Vorhaben tatsächlich realisiert werden. Akteurinnen und Akteure des Wohnungsmarkts sollen in den weiteren Prozess einbezogen werden.
Beim Gipfel ging es außerdem darum, Baurecht schneller zu schaffen, Genehmigungen zu beschleunigen und vorhandene Bauflächen zügiger zu entwickeln. Zusätzlicher Wohnraum kann nach Angaben der Stadt auch durch Nachverdichtung, Aufstockung, Umbau und Umnutzung sowie durch die Aktivierung von Leerständen und Wohnungstausch entstehen. Bezahlbarkeit und der Schutz bestehender Mietverhältnisse sollen dabei wichtige Voraussetzungen bleiben.
An der Podiumsdiskussion „Herausforderungen und Chancen auf dem Nürnberger Wohnungsmarkt – gemeinsam Lösungen finden“ beteiligten sich neben Sozialreferentin Elisabeth Ries Vertreterinnen und Vertreter eines Grund- und Hausbesitzervereins, des Evangelischen Siedlungswerks, eines Immobilienunternehmens und einer Baugenossenschaft.
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