Nürnberg lädt vom 11. bis 13. November zu PCFF-Gesprächen und Kunstprojekt ein

Nürnberg begleitet das Friedensmahl 2026 vom 11. bis 13. November mit Filmen, Gesprächen und einer Kunstpräsentation des Parents Circle.

Von Redaktion Nürnberg3 Min. Lesezeit

Mit Kurzfilmen, Gesprächen und einer Kunstpräsentation begleitet Nürnberg das Friedensmahl 2026. Vom 11. bis 13. November können Interessierte Mitglieder des Parents Circle – Families Forum (PCFF) kennenlernen und mit ihnen über Dialog und Versöhnung sprechen. Die Organisation bringt seit 1995 israelische und palästinensische Familien zusammen, die durch den Nahostkonflikt ein Familienmitglied verloren haben. 2025 erhielt PCFF den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei; für die einzelnen Termine wird um Anmeldung gebeten.

Filme und Gespräche am 11. November

Den Auftakt bildet am Mittwoch, 11. November, um 18 Uhr im Filmhaus Nürnberg, Königstraße 93, die Veranstaltung „We Are the Day After – From Loss to Hope“. Die PCFF-Botschafter Yonatan Zeigen und Mohammad Awad zeigen Kurzfilme über persönliche Geschichten, die Jugendarbeit der Organisation und ein Projekt mit Erinnerungsstücken getöteter Angehöriger. Die Verluste der beiden Gäste prägen auch ihre persönliche Geschichte: Zeigens Mutter Vivian Silver wurde am 7. Oktober 2023 beim Massaker im Kibbutz Be’eri getötet. Awads Cousin Amjad war 16 Jahre alt, als er im Juli 2025 von israelischen Streitkräften in Ramallah erschossen wurde. Im Anschluss sprechen Zeigen und Awad mit dem Publikum über Dialogmöglichkeiten in Zeiten des Krieges. Andrea Kuhn, Leiterin des Nuremberg International Human Rights Film Festival, moderiert. Filme und Gespräch sind auf Englisch beziehungsweise englisch untertitelt. Kostenlose Tickets gibt es online unter kunstkulturquartier.de/filmhaus/ticketsexterner Link, öffnet ein neues Fenster und an der Kinokasse.

Ebenfalls am Mittwoch, 11. November, um 18.30 Uhr sind Laila AlSheikh und Robi Damelin im Mevlana Verein, Peyerstraße 30 (Rückgebäude), zu Gast. Die beiden Frauen haben ihre Söhne gewaltsam verloren und engagieren sich bei PCFF gegen Hass und Gegengewalt. Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. iur. Dr. h. c. Mathias Rohe von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Die Beiträge auf Englisch werden ins Deutsche übersetzt. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt; eine Anmeldung über BRÜCKE-KÖPRÜ unter www.bruecke-nuernberg.deexterner Link, öffnet ein neues Fenster ist erforderlich.

Begegnung und Kunst am 12. und 13. November

Am Donnerstag, 12. November, beginnt um 19 Uhr im Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, der Gesprächsabend „Listening from the Heart – Parents Circle – Families Forum: Das Menschliche trotz Konflikt finden“. Die vier PCFF-Mitglieder Robi Damelin, Laila AlSheikh, Yonatan Zeigen und Mohammad Awad berichten über ihre Erfahrungen und ihr Engagement. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt; eine Simultanübersetzung wird angeboten. Interessierte können sich per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 09 11 / 23 46-1 45 anmelden.

Am Freitag, 13. November, um 11 Uhr wird in der KREIS Galerie, Kartäusergasse 14, das internationale Kunstprojekt „MOTHERS – A Monument for Peace“ des Künstlers Ugo Dossi erstmals öffentlich vorgestellt. Ausgangspunkt ist die Begegnung der Mütter Laila AlSheikh und Michal Halev, die jeweils ein Kind durch den Nahostkonflikt verloren haben. Aus ihrem Händedruck entwickelte Dossi die Idee, den Raum zwischen ihren Händen als Skulptur sichtbar zu machen. In Nürnberg wird das Werk zunächst als virtuelle, räumlich erfahrbare Skulptur präsentiert. Dossi und AlSheikh sprechen über die Entstehung und die Zukunft des Projekts. Die Veranstaltung ist auf Deutsch und Englisch; eine Simultanübersetzung wird angeboten. Außerdem sind die derzeit in der Galerie ausgestellten Werke „ERDE + LICHT“ von Michaela Biet und Günter Derleth zu sehen. Um Anmeldung per E-Mail an [email protected] wird gebeten.

Benefizveranstaltung und Spenden für PCFF

Das Nürnberger Friedensmahl findet am Samstag, 14. November, im Historischen Rathaussaal statt. Die zweijährliche Benefizveranstaltung sammelt Spenden für die Preisträgerinnen und Preisträger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises aus dem Vorjahr. In diesem Jahr kommen die Spenden PCFF zugute, insbesondere der Jugendarbeit und dem jährlich stattfindenden Jugendcamp, in dem israelische und palästinensische Jugendliche gemeinsam Zeit verbringen.

Spenden können an Parents Circle Friends Deutschlandexterner Link, öffnet ein neues Fenster e. V. gehen; der deutsche Verein leitet sie direkt an PCFF weiter. Bei der Überweisung ist das Stichwort „Nürnberger Friedensmahl 2026“ anzugeben. Die Spendenaktion läuft bis einschließlich Samstag, 14. November. Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten gibt es unter parentscirclefriends.de/spendenexterner Link, öffnet ein neues Fenster. Informationen zum Begleitprogramm stehen unter menschenrechte.nuernberg.deexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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