Nürnberg erreichte mit 51 Gesundheitsprojekten rund 3.000 Menschen

Der Nürnberger TK-Verfügungsfonds erreichte mit 51 geförderten Projekten rund 3.000 Menschen. Seine Fortführung im Jahr 2027 ist wegen fehlender Personalressourcen ungewiss.

Von Redaktion Nürnberg1 Min. Lesezeit

Mit 51 geförderten Projekten hat der Nürnberger TK-Verfügungsfonds rund 3.000 Menschen direkt in ihren Stadtteilen erreicht. Der Gesundheitsausschuss des Stadtrats würdigte am Donnerstag, 15. Oktober 2026, den Abschlussbericht zur Verwendung der Mittel.

Die Angebote richteten sich auch an Bevölkerungsgruppen, die solche Maßnahmen sonst nicht wahrgenommen hätten, erklärte Gesundheitsreferentin Britta Walthelm. Dazu zählten Bewegungsangebote im Freien, Angebote zu Stressbewältigung und Mobilität im Alter sowie Ernährung für Familien und Alleinerziehende und Achtsamkeitsangebote. Nach Angaben der Stadt entstanden dadurch langfristige Strukturen der Gesundheitsförderung in den Stadtteilen.

Fortführung für 2027 ungewiss

Der Fonds besteht in Nürnberg seit 2023 und läuft 2026 aus. Ob er im kommenden Jahr weitergeführt werden kann, ist noch offen. Dem Gesundheitsamt könnten wegen des Auslaufens des sogenannten ÖGD-Pakts die nötigen Personalressourcen für die weitere Koordination fehlen. Der ÖGD-Pakt ist eine Initiative von Bund und Ländern zur Stärkung, Modernisierung und Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

Über den Fonds können freie Träger, Vereine, Verbände und städtische Einrichtungen bis zu 90 Prozent ihrer Projektkosten finanzieren; zehn Prozent tragen sie selbst. Antragstellende erhalten fachliche Beratung bei Planung und Umsetzung. Die Projekte müssen bedarfsgerecht konzipiert, dokumentiert und evaluiert werden.

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