IPSN stärkt Nürnbergs Schulen mit Beratung und Förderangeboten

Das IPSN berichtete im Nürnberger Bildungsausschuss über seine Arbeit 2025/26: von Schulentwicklung und Schulpsychologie bis zu Lernförderung für Familien.

Von Redaktion Nürnberg2 Min. Lesezeit

Das Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg (IPSN) unterstützt städtische Schulen bei ihrer pädagogischen Weiterentwicklung, stärkt Lehrkräfte und Schulleitungen und fördert die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen. Über die Arbeit im Schuljahr 2025/26 wurde am Freitag, 30. Oktober 2026, im Bildungsausschuss berichtet. Ein zentraler Bezugspunkt ist das städtische Schulentwicklungsprogramm „Schule Vision 2040“.

Das Programm gibt den kommunalen Schulen eine gemeinsame Orientierung. Es umfasst sieben Entwicklungsfelder: selbstgesteuertes Lernen, Schutzfaktoren für resiliente Systeme, fächervernetztes und kooperatives Lernen, die Öffnung von Schule, lernwirksame Leistungsrückmeldung, lernförderliche Räume sowie die Zusammenarbeit der Lehrkräfte. Das IPSN hilft Schulen, ihren Entwicklungsstand zu reflektieren, Vorhaben abzuleiten und diese dauerhaft im Schulalltag zu verankern. Im zweijährigen „Fokus-Kurs 2040“, der im Winter 2025 startete, entwickeln Lehrkräfte schulbezogene Projekte und setzen sie vor Ort um.

Beratung und Qualifizierung

Die Schulpsychologie berät Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie schulische Beschäftigte, unterstützt in Krisen und bietet Prävention zur Stärkung der psychischen Gesundheit an. Dazu gehören Resilienztage, Angebote zur Bewältigung von Prüfungsangst und Fortbildungen zum Umgang mit psychischen Belastungen.

Die Personalentwicklung begleitet Lehrkräfte in unterschiedlichen Phasen ihres Berufslebens. Dazu zählen Angebote für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, Qualifizierungen für schulische Führungskräfte sowie Coaching und Supervision. Fortbildungen greifen unter anderem Künstliche Intelligenz, digitale Transformation und neue Formen der Unterrichtsentwicklung auf.

Digitale Lernkulturen und Demokratiebildung

In der Medienpädagogik berät das IPSN Schulen, bietet Fortbildungen an und fördert die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen. Zu den Aufgaben gehört auch, digitale Lernkulturen weiterzuentwickeln. Der Podcast „erlebb@r“ griff in sieben Folgen medienpädagogische Themen auf. Die Zahl der Zugriffe auf die Angebote des Medienzentrums überschritt im Schuljahr 2025/26 die Marke von 100 000.

Die Demokratiebildung stärkt Partizipation, Werteorientierung und eine diskriminierungssensible Schulkultur. Kurzvideos des „Demokratietalks“ vermitteln demokratische Grundwerte und Grundrechte für den Unterricht. Weitere Angebote unterstützen Schulen bei der Antidiskriminierungsarbeit, der Radikalisierungsprävention und der europäischen Bildung. Das Qualifizierungsprogramm „Schule der Vielfalt“ begleitet Lehrkräfte dabei, eine Schulkultur zu gestalten, in der alle Schülerinnen und Schüler respektiert und in ihrer Teilhabe gestärkt werden.

Nachhaltigkeit und Unterstützung für Familien

Die Energie- und Umweltstation Nürnberg bietet Klassen aller Schularten und weiteren Zielgruppen Programme zu Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit an. Themenwochen, Projekte und regionale Netzwerke sollen Zukunftsfragen praxisnah aufgreifen.

Zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen gehört auch die schulnahe Lernförderung im Rahmen von Bildung und Teilhabe (BuT). Im Schuljahr 2025/26 arbeitete sie mit 26 Partnerschulen und 54 Lernförderkräften zusammen. Bis Ende Juli wurden knapp 400 Schülerinnen und Schüler aus sozioökonomisch benachteiligten Familien direkt an ihren Schulen gefördert.

Das Nürnberger Elternbüro Schulerfolg und Teilhabe (NEST) unterstützt Familien seit 17 Jahren bei schulischen Anliegen und arbeitet in 33 Sprachen. Rund 50 ehrenamtliche Elternlotsinnen und Elternlotsen informieren über das bayerische Schulsystem, begleiten Gespräche mit Lehrkräften und erleichtern Familien den Zugang zu schulischen Angeboten. Die enge Verzahnung von NEST und BuT hilft, Familien gezielt zu erreichen und Bildungsbarrieren abzubauen.

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