Sozialpolitischer Austausch im Landshuter Rathaus: AWO im Gespräch mit Oberbürgermeister Haslinger

Pflege, soziale Infrastruktur und die geplante Reform der Pflegeversicherung standen im Mittelpunkt der Beratung.

Von Redaktion Landshut
Sozialpolitischer Austausch im Landshuter Rathaus: AWO im Gespräch mit Oberbürgermeister Haslinger
Sozialpolitischer Austausch im Landshuter Rathaus: AWO im Gespräch mit Oberbürgermeister HaslingerFoto: Stadt Landshut (Verwendung mit Quellenangabe honorarfrei möglich)

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Vertreter der Arbeiterwohlfahrt haben sich am Dienstag zu einem sozialpolitischen Austausch mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger im Rathaus getroffen. An dem Gespräch nahmen Bernhard Feuerecker, AWO-Bezirksvorsitzender Niederbayern/Oberpfalz, und Georg Thurner, AWO-Kreisvorsitzender Landshut, teil.

Pflege und soziale Infrastruktur im Mittelpunkt

Im Zentrum des Treffens standen nach Angaben der Beteiligten aktuelle Herausforderungen in der Pflege, die soziale Infrastruktur in Landshut sowie die Zusammenarbeit zwischen Stadt und AWO. Ein besonderes Thema war die geplante Reform der Pflegeversicherung. Der entsprechende Referentenentwurf der Bundesregierung stößt bei der AWO auf große Aufmerksamkeit.

Bernhard Feuerecker warnte vor möglichen Folgen, falls die Finanzierung der Pflege nicht an die tatsächlichen Kosten angepasst werde. „Wenn zum Beispiel Tarifsteigerungen über die Pflegesätze nicht mehr refinanziert werden, dann geraten Pflegeeinrichtungen zunehmend unter Druck. Wir brauchen eine Pflegereform, die die Realität in den Einrichtungen berücksichtigt. Wenn hier nicht nachgebessert wird, besteht die Gefahr, dass Angebote künftig nicht mehr in der notwendigen Qualität und im bisherigen Umfang aufrechterhalten werden können.“

AWO und Stadt betonen gute Zusammenarbeit

Georg Thurner hob das gute Verhältnis zwischen Verband und Stadt hervor. „Die Zusammenarbeit ist vertrauensvoll und konstruktiv. Gerade bei sozialen Themen ist es wichtig, dass wir im Gespräch bleiben und gemeinsam nach Lösungen suchen.“

Auch Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger unterstrich die Rolle der AWO in Landshut. „Die AWO ist ein wichtiger Partner, wenn es um den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt geht. Sie leistet mit ihren haupt- und ehrenamtlichen Angeboten einen wertvollen Beitrag für viele Menschen in Landshut.“

Auswirkungen der Reform sollen weiter begleitet werden

Feuerecker und Thurner bewerteten das Treffen als wichtigen Beitrag für die weitere Zusammenarbeit. Zugleich kündigten sie an, die Auswirkungen der geplanten Pflegereform aufmerksam begleiten zu wollen. Nach ihren Angaben sollen dabei die Interessen der Pflegeeinrichtungen und der dort beschäftigten Menschen gegenüber der Politik deutlich vertreten werden.

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