Schülerinnen und Schüler reinigen Stolpersteine in Karlstadt und Stadtteilen

Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen haben Ende Oktober die Stolpersteine in Karlstadt sowie in den Stadtteilen Laudenbach und Wiesenfeld gereinigt. Bei der Aktion setzten sie sich auch mit den Lebensgeschichten der Menschen auseinander, deren Namen auf den Messingtafeln stehen.
In Wiesenfeld kümmerten sich zwei vierte Klassen der Grundschule Wiesenfeld-Karlburg um die Steine. In der Kernstadt waren Schülerinnen der 6. und 7. Klasse des Förderzentrums sowie Viertklässler der Grundschule Karlstadt im Einsatz. In Laudenbach beteiligten sich Schülerinnen und Schüler der Mittelschule, der Realschule und des Gymnasiums.
Lokale Begleiter erzählten den Jugendlichen von den Menschen hinter den eingravierten Lebensdaten: Hermann Schaub in Wiesenfeld, Georg Schirmer in Laudenbach und Gustav Eichler in Karlstadt. Die Schülerinnen und Schüler verlasen die Namen der ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. In Karlstadt trugen sie selbst verfasste Gedichte vor, analysierten Bilder und tanzten ein jüdisches Lied. In Wiesenfeld zeigten sie alte Fotos und übergaben ein selbst gestaltetes Plakat mit einem Gedicht eines seinerzeit 17-Jährigen. In Laudenbach stellten die Jugendlichen auch Lebensläufe vor; zudem wurde ein Gedicht eines Widerstandskämpfers vorgetragen.
Die Idee zur Reinigung stammte von Frau Hendrichs, der ehemaligen Leiterin der Volkshochschule Karlstadt. Die Stadt stellte Reinigungsmittel und Material bereit. Bürgermeister Michael Hombach besuchte die drei Einsätze und dankte den jungen Beteiligten. Die Stolpersteine sind nun wieder sauber.
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