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Coburg startet Modellprojekt für klimafreundliche Stadtentwicklung

Im Quartier DEMO am Heimatring entstehen innovative Konzepte für ein generationenübergreifendes und nachhaltiges Zusammenleben

Von Redaktion Coburg08.07.25, 16:02

Menschen im Artikel

DS
Dominik Sauerteig
KK
Kirsten Köhn

Die Stadt Coburg wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr als eine von elf Kommunen in das neue Modellprojekt LANDSTADT BESTAND aufgenommen. In den kommenden drei Jahren konzentriert sich Coburg darauf, das Quartier DEMO am Heimatring zu einem Modellstandort für klimagerechte und soziale Stadtentwicklung auszubauen.

Zukunftsweisende Stadtentwicklung am Heimatring

Das Quartier DEMO, das ursprünglich in den 1960er-Jahren als demonstratives Bauvorhaben entstand, steht nun mit dem Projekt "Demo.Zukunft" im Zentrum innovativer Entwicklungen. Der besondere Fokus liegt darauf, die drei Grundpfeiler Ökologie, Ökonomie und Soziales zu verbinden und praxisnahe Modelle zu erproben.

Oberbürgermeister Dominik Sauerteig betont: „Wir wollen exemplarisch zeigen, wie Energiewende und soziale Verträglichkeit zusammen praktisch umgesetzt werden können.“ Laut Kirsten Köhn, Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit, steckt besonders im Gebäudebestand großes Potenzial für eine nachhaltige Zukunft, wenn vor Ort engagiert gestaltet werde.

Kooperation als Schlüssel zum Erfolg

Das Projekt baut auf einen kooperativen Entwicklungsprozess: Von Beginn an werden Menschen aus dem Quartier, lokale Akteurinnen und Akteure sowie bestehende Strukturen wie Bürgerverein und Quartiersbüro einbezogen. Ziel ist, tragfähige Lösungen zu schaffen, die sowohl ökologisch als auch sozial gerecht sind.

  • Einbindung lokaler Akteure zur Förderung von Mitbestimmung
  • Stärkung bestehender Strukturen wie Bürgerverein und Quartiersbüro
  • Vorrang für sozial gerechte und nachhaltige Umsetzungsstrategien
  • Innovative Reallabore und wissenschaftliche Begleitung

    Neue Ansätze werden direkt im Quartier getestet – etwa durch gemeinschaftlich genutzte, solidarische Photovoltaik-Anlagen oder digitale Werkzeuge zur Vereinfachung des Alltags und zur Förderung des Miteinanders. Die Hochschule begleitet das Projekt wissenschaftlich, um eine praxisnahe Weiterentwicklung der erprobten Konzepte zu gewährleisten.

    Kurz erklärtReallabor

    Ein Reallabor ist ein Format, in dem innovative Lösungen unter realen Bedingungen erprobt werden. Es dient als Testfeld, um neue Ansätze direkt im Alltag der Menschen umzusetzen und auszuwerten.

    Quartiersmitte für alle Generationen

    Im Zuge eines städtebaulichen Wettbewerbs soll der südliche Teil des Quartiers – ein Bereich rund um Schule, Kita, Kirche und eine ehemalige Tankstelle – als lebendiges Zentrum für sämtliche Generationen neugestaltet werden. Damit setzt Coburg Maßstäbe für gemeinschaftliches und integratives Stadtleben.

    Mehr erfahren und mitreden

    Bürgerinnen und Bürger werden aufgerufen, sich aktiv einzubringen, neue Ideen zu diskutieren und den Entwicklungsprozess mitzugestalten.

    Das Modellprojekt zeigt beispielhaft, wie nachhaltige Stadtentwicklung und soziale Teilhabe Hand in Hand gehen können. Mit dem Quartier DEMO als Reallabor bietet Coburg eine Plattform für Innovation, Partizipation und zukunftsfähige Stadtgestaltung.

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