Kurzmitteilung: Burghauser Kita-Kinder im Zahlentest
Studie der Uni Tübingen untersucht, wie Vorschulkinder Zahlen verarbeiten und Entscheidungen treffen

Eine Studie der Universität Tübingen hat in Burghauser Kindergärten untersucht, wie Kinder Zahlen verarbeiten und welche Rolle verschiedene Gedächtnissysteme dabei spielen. An dem Projekt beteiligten sich mehrere örtliche Einrichtungen, darunter der Kindergarten Raitenhaslach, die Sportkita, Burgbäumchen, Pestalozzi sowie der Altstadtkindergarten Maria Ward.
Forschung mit kindgerechtem Ansatz
Die Untersuchung wurde von der ehemaligen Burghauserin Ann-Kathrin Pregler durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kinder unterschiedlichen Alters mit Zahlen umgehen und wie schnell sie Informationen verarbeiten können.
Für die Studie wurden kindgerechte Aufgaben an Laptops eingesetzt. Dabei mussten die Kinder unter anderem einem hungrigen Affen helfen, Bananen zu finden. Konkret ging es darum zu entscheiden, ob eine Zahl zwischen eins und neun größer oder kleiner als fünf ist.
Ein zentraler Bestandteil der Auswertung war die Reaktionszeit. Gemessen wurde also, wie schnell die Kinder Informationen aufnehmen und Entscheidungen treffen konnten.
Rückmeldung aus dem Altstadtkindergarten Maria Ward
Die Einrichtungsleitung des Altstadtkindergartens Maria Ward, Eva Schmidt, zog eine positive Bilanz. Die Eindrücke zu der Studie seien gut gewesen, sagte sie. Pregler und ihre Kolleginnen hätten die Studie sehr einfühlsam mit den Kindern durchgeführt.
Als Motivation für die Teilnahme nannte Schmidt den Wunsch, Forschung zu unterstützen. Studien sollten gefördert werden, damit Fortschritt belegbar und verständlich wird.
Beitrag der Kindergärten zur Forschung
Mit ihrer Beteiligung unterstreichen die Einrichtungen ihre Rolle als Bildungseinrichtungen. Sie tragen dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse über frühkindliches Lernen zu gewinnen. Dabei wird in den Kitas auch der Spaß am sozialen Miteinander betont.
Pregler hob hervor, dass das Lernen von Zahlen und das Vergleichen verschiedener Mengen, etwa von Streichhölzern oder Schokodrops, spielerisch helfen kann, ein numerisches Verständnis aufzubauen.
Einblick in die Untersuchung
Das Experiment verband wissenschaftliche Fragestellungen mit einem kindgerechten Zugang. So konnten Vorschulkinder auf eine Weise eingebunden werden, die altersgerecht gestaltet war und zugleich Erkenntnisse zur Zahlenverarbeitung ermöglichte.
Die Bildunterschrift der Mitteilung verweist ebenfalls auf diesen Ansatz: Das Wissenschaftsteam der Universität Tübingen testete die Vorschulkinder des Maria Ward Altstadtkindergartens auf Reaktionszeit und Zahlenverständnis.
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