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Neue Wege für Mädchen und Jungen in Bamberg

Boys' und Girls' Day öffnet Türen zu ungewohnten Berufen und fördert Gleichberechtigung

Von Redaktion Bamberg08.04.25, 12:34

In diesem Artikel

CM
Carina Marks
RG
Renate Gärtner
JG
Jonas Glüsenkamp
RV
Ruth Vollmar
KK
Katharina Konopka

Beim diesjährigen Boys' und Girls' Day boten Unternehmen und Behörden in Bamberg Jugendlichen die Gelegenheit, neue Berufsfelder kennenzulernen und Vorurteile abzubauen. Über 500 Plätze standen bereit, damit Mädchen und Jungen Arbeitsbereiche erleben konnten, in denen das eigene Geschlecht bisher unterrepräsentiert ist.

Blick hinter die Kulissen: Praxisnahe Erfahrungen für Jugendliche

Die Resonanz beim Aktionstag war groß: Insgesamt beteiligten sich 58 Handwerksbetriebe, Unternehmen und Hochschulen und ermöglichten rund 400 Mädchen aus Bamberg Einblicke in Berufe, die bisher meist von Männern besetzt sind. Dazu zählten vor allem technische Bereiche und die Informationstechnologie.

Auch für Jungen gab es zahlreiche Möglichkeiten, Neues auszuprobieren. 111 Plätze beim Boys' Day führten sie in soziale, erzieherische und kreative Berufsfelder, etwa in Erziehung, Pflege, Gesundheit oder kaufmännische Berufe.

Praxisbeispiel: Softwareentwicklung und Theaterhandwerk

Bei der AraCom IT Services GmbH erfuhren die Teilnehmerinnen, wie Software entwickelt wird. „Softwareentwicklung ist auch Frauensache! Deshalb beteiligen wir uns an dem Aktionstag schon zum zweiten Mal“, betont Carina Marks, Personalerin bei AraCom. Die Mädchen konnten einen Tag lang praktisch erleben, was Programmiererinnen im Alltag tun.

Im ETA Hoffmann Theater erhielten Jungen unter anderem Einblicke in die Arbeit von Maskenbildnern, Bühnenmalern und Theaterpädagogen. Renate Gärtner, Leiterin der Maskenabteilung, berichtete, dass die Herstellung einer Tiermaske rund eine Woche dauert und die Präsentation auf der Bühne ein besonderes Erlebnis ist.

Stimmen aus Politik und Wirtschaft

Bürgermeister Jonas Glüsenkamp hob den Wert des Aktionstags hervor:

„Dieser Aktionstag trägt dazu bei, stereotype Muster aufzubrechen: Unsere Kinder sind dankbar für einfühlsame Erzieher, und wir alle nutzen Software von engagierten Programmiererinnen.“

Stellvertretend würdigte er das Engagement der AraCom IT Services GmbH:

„Wenn viele Firmen ihre Türen öffnen und junge Menschen einladen, die Arbeitswelt kennenzulernen, zeigt das, wie sinnvoll dieses Angebot ist. Im Namen der beteiligten Jugendlichen danke ich Ihnen und allen Arbeitgebern für die Teilnahme.“

Gleichberechtigung als Leitmotiv

Die Stadt Bamberg setzt sich seit vielen Jahren für die Initiative ein. Ruth Vollmar, Leiterin der Wirtschaftsförderung, unterstrich:

„Damit die Unternehmen am Standort Bamberg zukünftig ausreichend Fachkräfte haben, ist es wichtig, dass Mädchen gleichberechtigt technische und IT-Berufe ergreifen – genauso wie Jungs in sozialen oder kreativen Berufen.“

Katharina Konopka von der Gleichstellungsstelle ergänzte:

„Der Beruf sollte nach Interesse und Begabung gewählt werden, frei von Geschlechterklischees.“

Kurz erklärtStereotype

Stereotype sind festgefahrene, oft vereinfachende Vorstellungen oder Klischees über bestimmte Gruppen von Menschen, wie etwa Männer oder Frauen. Sie beeinflussen unser Denken und Handeln und können dazu führen, dass Menschen in bestimmte Rollen gedrängt werden.

Engagement für Nachwuchs: Ein Gewinn für Bamberg

Durch Initiativen wie den Boys' und Girls' Day schafft Bamberg die Voraussetzungen, junge Talente unabhängig von ihrem Geschlecht für vielfältige Berufe zu begeistern. Das Ziel: Mehr Gleichberechtigung und Fachkräftenachwuchs für die Region.

Die positive Resonanz und das Engagement der Unternehmen wie auch der Stadtverwaltung zeigen, dass sich dieser Einsatz für die Zukunft lohnt.

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Foto: stadt.bamberg.deBild 1 von 2

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