Bamberg setzt auf nachhaltige Wärmeversorgung

Bis 2028 entwickelt die Stadt eine Strategie für Fernwärme und alternative Energieträger, gestützt durch gesetzliche Vorgaben und Fördermittel

Von Redaktion Bamberg
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Die Stadt Bamberg steht vor einem bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung. Mit der rechtlichen Grundlage des Freistaats Bayern und gezielten Unterstützungsmaßnahmen rückt eine konkrete, kommunale Wärmeplanung in den Fokus. Ziel ist es, bis 2028 eine klare Strategie für die Versorgung mit Fernwärme und alternativen Energieträgern im Stadtgebiet zu entwickeln.

Neue Rahmenbedingungen für die Wärmeplanung

Der Freistaat Bayern hat Ende 2024 mit der Verordnung zur „Ausführung energiewirtschaftlicher Vorschriften“ wichtige gesetzliche Grundlagen geschaffen. Seitdem sind die Kommunen als planungsverantwortliche Stellen im Bereich der Wärmeplanung eingesetzt. Für Bamberg, wo das Thema direkt in der Stabsstelle des Oberbürgermeisters Andreas Starke angesiedelt ist, bedeutet dies, dass nun die operative Umsetzung im Mittelpunkt steht.

Dezentrale Umsetzung bevorzugt

Zwischenzeitlich wurde von der Bayerischen Staatsregierung geprüft, ob eine zentrale Steuerung über die Landesplanung möglich und wirtschaftlich wäre. Aufgrund der vielfältigen Bedingungen in den einzelnen Städten und Gemeinden entschied man sich jedoch für eine dezentrale Herangehensweise. So sollen die spezifischen Voraussetzungen vor Ort bestmöglich genutzt werden.

Unterstützung und Förderung für die Kommunen

Um die Kommunen bei der anspruchsvollen Aufgabe zu unterstützen, stellt der Freistaat Bayern ein umfassendes Unterstützungspaket bereit. Dieses Paket beinhaltet:

  • Datenlieferungen für die kommunale Planung
  • Sogenannte „Secureboxen“
  • Praktische, kostenfrei geschulte Tools
  • Musterausschreibungen, angepasst an bayerische Gegebenheiten
  • Finanzielle Erstattungen, die beantragt werden können
  • Eine spezifische Unterweisung der Stadt Bamberg zu diesen Maßnahmen ist im Juni in Bayreuth geplant. Zudem konnte Bamberg ein bereits zuvor beantragtes Förderprojekt abrufen, um die personellen und finanziellen Ressourcen der kommunalen Wärmeplanung zu stärken.

    Bambergs Vorbereitung und der Zeitplan

    Oberbürgermeister Starke betont das hohe Maß an Vorbereitung: Die Stadtverwaltung hat die vorhandenen Systeme überprüft, die Datenbasis analysiert und den Austausch mit anderen Akteuren aufgenommen, inklusive eines erfolgreichen interkommunalen Austauschs mit weiteren bayerischen Städten.

    Am Maxplatz wird derzeit gebaut – dort soll künftig eine Versorgung mit Fernwärme oder anderen Energieträgern möglich werden. Die städtische Wärmeplanung soll bis zum Jahr 2028 Antworten liefern, wo und wie im Stadtgebiet eine sinnvolle Versorgung realisiert werden kann.

    Würdigung und Dank

    Auch personell sieht sich Bamberg gut aufgestellt und spricht dem Klima- und Umweltamt sowie allen beteiligten Akteuren besonderen Dank aus, da ein früher beantragtes Förderprojekt zur Stärkung der Wärmeplanung abgerufen werden konnte.

    Die Weichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energieversorgung in Bamberg sind gestellt. In den kommenden Monaten stehen gezielte Schulungen, die Einbindung moderner Planungstools und die Beantragung von Fördermitteln im Zentrum der Aktivitäten. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen gespannt verfolgen, wie sich das Stadtbild und die Energieversorgung in den kommenden Jahren wandeln werden.

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