Sagasser betreibt Logistikstandort in Estenfeld

Sagasser will in Mainfranken weiter wachsen. Beim Besuch des Logistikstandorts in Estenfeld ging es um Expansion, Fachkräfte und regionale Versorgung.

Von Redaktion LK Würzburg1 Min. Lesezeit
Metallteile auf einer Werkbank in einer fiktiven Industriehalle.

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Der Getränkefachhandel Sagasser will in Mainfranken weiter wachsen. Das sagte Cornelius Sagasser beim Besuch des Logistikstandorts der Sagasser Getränkefachhandel Würzburg GmbH in Estenfeld. Landrat Thomas Eberth nahm gemeinsam mit Vertretern aus Estenfeld und Kürnach, der Industrie- und Handelskammer, der Agentur für Arbeit und dem Landratsamt Würzburg an dem Termin teil.

Seit 2024 lagern in Estenfeld auf 10.000 Quadratmetern bis zu 1.600 Getränkesorten sowie weitere Artikel für Gastronomie und Einzelhandel. Von dort aus beliefert das Unternehmen unter anderem seinen Getränkemarkt im Würzburger Gewerbegebiet Lengfeld und Gastronomiebetriebe in der Region.

Rund 850 Beschäftigte in 100 Filialen

Die Geschichte des Familienunternehmens begann Anfang der 1950er-Jahre mit einem Lastwagen, der Bier von Hof nach Coburg transportierte. Heute beschäftigt Sagasser nach eigenen Angaben rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 100 Filialen in Franken, Thüringenexterner Link, öffnet ein neues Fenster und Sachsenexterner Link, öffnet ein neues Fenster. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei 250 Millionen Euro. Rund ein Drittel davon entfiel auf Großabnehmer aus dem Gastgewerbe; den größeren Umsatzanteil erwirtschaftet das Unternehmen in seinen Fachmärkten.

Im Raum Würzburg ist Sagasser bislang in Lengfeld und Bergtheim vertreten. Als zentrale Herausforderung bei der Expansion nannten Geschäftsführer Gert Rummel und Expansionsleiter Tim Krüger die Suche nach geeigneten Standorten. Auch die Ausbildung von Berufskraftfahrern sei anspruchsvoll und teuer. Cornelius Sagasser verwies zudem auf hohe Kraftstoffkosten und mögliche Belastungen durch politische Entscheidungen. Im April 2026 eröffnete das Unternehmen einen Getränkemarkt in Sennfeld bei Schweinfurt.

Sagasser bezeichnet regionale Wertschöpfung als wichtiges Anliegen. Das Unternehmen wolle die Wertschöpfung möglichst in der Region halten, sagte Cornelius Sagasser. Landrat Thomas Eberth betonte die Bedeutung regionaler Angebote und einer stabilen Versorgung mit Gütern. Der Landkreis wolle Unternehmen bei den anstehenden Herausforderungen unterstützen.

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