Rinder sollen ab 2027 Fledermäusen am Seebach und Thierbach helfen
Rinder sollen ab Februar 2027 auf Pilotflächen entlang des Seebachs und des Thierbachs grasen. Das Weideprojekt betrifft Flächen in den Gemeinden Giebelstadt und Gaukönigshofen und soll Fledermäusen mehr Nahrung bieten.
Extensive Beweidung schafft unterschiedliche Lebensräume: Feuchte Mulden, offene Bodenstellen, hochstehende Gräser, Stauden und Kuhfladen bieten Insekten Nahrung und Unterschlupf. Fledermäuse können auf Kuhweiden in kurzer Zeit viele Insekten erbeuten.
Die kleinen und leichten Rinder der Rassen Highland und Galloway sollen im Laufe des Jahres jeweils wochenweise auf den Flächen eingesetzt werden. Geplant ist die Beweidung bis in den November. Schonzeiten, etwa während der Vogelbrutzeit, sollen berücksichtigt werden. Zaunbau und weitere Vorbereitungen beginnen über die Wintermonate.
Der Landschaftspflegeverband Würzburg unterstützt Gemeinden und Flächeneigentümer dabei, Flächen entlang von Gewässern in insekten- und fledermausfreundliche Lebensräume umzuwandeln. Von dem fünfjährigen Projekt „Fledermausschutz durch Kuh und Co.“ sollen auch andere heimische Insektenfresser profitieren, darunter Kiebitz, Rebhuhn, Fasan und Schwalbe. Beteiligt sind neben dem Landschaftspflegeverband der Deutsche Verband für Landschaftspflege, der BUND Naturschutz in Bayern und acht weitere Projektpartner.
Das Vorhaben wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms gefördert.
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