Radweg zwischen Erkheim und Kammlach soll 2027 gebaut werden

Der neue Radweg zwischen Erkheim und Kammlach soll voraussichtlich 2027 entstehen.

Von Redaktion LK Unterallgäu2 Min. Lesezeit

Ein neuer Radweg soll Erkheim und Kammlach verbinden. Der 5,6 Kilometer lange Weg soll voraussichtlich im kommenden Jahr vom Markt Erkheim gebaut werden. Der Kreisausschuss stimmte den Vereinbarungen mit dem Markt Erkheim und der Gemeinde Kammlach zu, die Bau, Kostenverteilung und Unterhalt regeln.

Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf rund fünf Millionen Euro. Der Landkreis übernimmt die Hälfte der Kosten, die nach Abzug der staatlichen Förderung für den 1,5 Kilometer langen Abschnitt entlang der Kreisstraße MN 37 verbleiben. Der Fördersatz liegt bei 70 bis 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der Radweg soll eine Lücke zwischen dem östlichen und westlichen Landkreis schließen. Derzeit müssen Radfahrer auf der Kreisstraße fahren.

Bahnübergang soll bis 2031 ersetzt werden

Westlich von Wolfertschwenden soll der Bahnübergang bis 2031 einer Eisenbahnüberführung weichen. Hintergrund ist die geplante Elektrifizierung der Illertalbahn zwischen Ulm und Kempten sowie deren vorgesehene Befahrung mit bis zu 160 Kilometern pro Stunde. Auch die Straßenführung der Kreisstraßen MN 22 und MN 35 muss angepasst werden.

Für das Gesamtprojekt sind Baukosten von 5,8 Millionen Euro vorgesehen. Bund, Bahn und Freistaat Bayern teilen sich die Kosten. Der Landkreis muss zunächst die Planungskosten vorstrecken, erhält sie aber vollständig zurück. Bau- und Kreisausschuss befürworteten eine entsprechende Vereinbarung mit der DB InfraGO AG.

Kein Kreisverkehr an der Boscha-Kreuzung beschlossen

Der Bauausschuss lehnte den Antrag von Kreistagsmitgliedern aus Bad Wörishofen ab, an der Boscha-Kreuzung bei Stockheim einen Kreisverkehr zu errichten. Die Kreuzung stehe zwar immer wieder wegen Unfällen im Fokus, gelte nach den Kennwerten der offiziellen Unfallkarten aber nicht als Unfallhäufungsstelle.

Zunächst sollen fachlich empfohlene Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. Dazu gehört ein Sichtschutzzaun. Wirkt er nach einer dreijährigen Beobachtungsphase nicht, soll geprüft werden, welche weiteren Maßnahmen nötig sind. Für mögliche Bauarbeiten ab 2030 will der Ausschuss Geld im Investitionsprogramm einplanen. Auch die Förderfähigkeit soll nach drei Jahren erneut geprüft werden. Derzeit würde die Regierung von Schwaben einen Kreisverkehr nicht fördern, weil noch nicht alle anderen Möglichkeiten zur Verbesserung der Sicherheit ausgeschöpft sind.

Kreisstraße zwischen Legau und Moos wird verstärkt

Der Oberbau der Kreisstraße MN 21 zwischen Legau und Moos soll im kommenden Jahr auf einer Länge von 3,4 Kilometern verstärkt werden. Die Arbeiten kosten voraussichtlich 1,2 Millionen Euro. Die Fahrbahn weist Risse auf und ist teilweise stark ausgemagert.

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