Acht Gärten im Unterallgäu erhalten die Plakette „Bayern blüht – Naturgarten“

Landrat Alex Eder zeichnet gemeinsam mit dem Kreisverband aus; damit tragen nun 58 Gärten im Landkreis die Plakette.

Manfred Karrer
Manfred KarrerFoto: Landrat Alex Eder (links

Acht Gärten im Unterallgäu dürfen sich seit einer feierlichen Verleihung mit der Plakette „Bayern blüht – Naturgarten“ schmücken. Landrat Alex Eder zeichnete sie gemeinsam mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Unterallgäu aus. Die Übergabe fand im Garten von Familie Müller in Klosterbeuren statt. Insgesamt gibt es nun 58 Gärten im Landkreis, die die Naturgarten-Plakette tragen dürfen.

Mit der Auszeichnung werden Gärten gewürdigt, die im Einklang mit der Natur gestaltet und bewirtschaftet werden. Nach Angaben des Landkreises gehören dazu unter anderem Wildhecken, Totholz, alte Bäume und die Verwendung von eigener Kompost-Erde. Wer die Plakette erhalten möchte, muss eine ökologische Vielfalt nachweisen. Chemische Pflanzenschutzmittel, chemisch-synthetische Dünger und Torf dürfen dabei nicht zum Einsatz kommen. Hinzu kommen weitere Kann-Kriterien, etwa extensive Wiesenbereiche, ein „wildes Eck“, die Nutzung von Regenwasser oder eine Kreislaufwirtschaft im Garten.

Landrat Alex Eder sagte bei der Verleihung, der eigene Garten sei ein Ort der Erholung und biete zugleich die Möglichkeit, Naturzusammenhänge und Stoffkreisläufe zu erleben.

Die neu ausgezeichneten Gärten

Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Markus Orf, der zugleich Geschäftsführer des Kreisverbands für Gartenbau ist, stellte die neu ausgezeichneten Gärten vor:

  • Im Garten von Ruth Dollrieß in Greithers (Legau) ist ein alter, großer Gehölzbestand Teil des Gartens. Hinzu kommen ausgedehnte Wiesenbereiche, die in Labyrinth-Form gemäht werden.

  • Das Haus von Claudia Alger in Maria Steinbach (Legau) ist mit Fassadenbegrünung komplett eingewachsen. Im Garten gibt es einen alten Gehölzbestand und Obstbäume.

  • Gundi Herz-Bumann aus Reichau (Boos) hat ihren Naturgarten neu angelegt. Eine Wildhecke, ein kleiner Teich, heimische Wildstauden, offene Sandflächen, Totholz und Nützlingsunterkünfte bieten dort vielfältige Lebensräume.

  • Im Garten von Christine Singer in Winterrieden gibt es einen kleinen Teich, Beerensträucher und zahlreiche Nützlingsunterkünfte. Im Hochbeet und im Gewächshaus baut sie Gemüse an.

  • Im Garten von Heike Hartwich und Stephan Krüger aus Bedernau (Breitenbrunn) gibt es keine versiegelte Fläche. Stattdessen prägen alter Baumbestand, ein angenehmes Mikroklima, Kompost und eine Benjeshecke den Garten.

  • Ulrike Funk und Raffael Friedrich aus Arlesried (Erkheim) haben einen weitläufigen Garten mit 17 Obstbäumen, über 40 Sträuchern, Gemüsebeeten und Wiesenelementen angelegt.

  • Luis Hänsler aus Theinselberg (Lachen) betreibt in seinem Hanggarten Gemüseanbau. Dort gedeihen außerdem Beerensträucher, Obstbäume und Wildstauden.

  • Im Garten von Josefine Müller aus Klosterbeuren (Babenhausen) wachsen zahlreiche Großgehölze, Obstbäume und eine 47 Jahre alte Linde mit einem Stammumfang von 2,61 Metern. Außerdem gibt es einen großen Teich, einen Kompost, Natursteinmauern und Totholzbereiche.

Weitere Informationen und Bilder von den Naturgärten gibt es im Internet unter www.unterallgaeu.de/naturgarten.

Bei Fragen gibt Kreisfachberater Markus Orf unter der Telefonnummer (08261) 995-256 Auskunft.

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