Landkreis Regen probt Bombenfund an der Arberlandklinik
Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe nahe der Arberlandklinik: Dieses Szenario haben Einsatzkräfte und Behörden bei einer unangekündigten Katastrophenschutzübung im Landkreis Regen durchgespielt. Ziel war es, die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen und die Evakuierung der Klinik sowie umliegender Gebäude zu erproben.
Die Übung fand in Viechtach und Regen statt. Im Feuerwehrhaus Viechtach arbeitete die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL), im Landratsamt Regen die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FÜGK). In der Arberlandklinik bereitete die Krankenhauseinsatzleitung eine Evakuierung vor. Landrat Dr. Ronny Raith löste im Übungsszenario nach der Erstmeldung Katastrophenalarm aus.
Evakuierung von Klinik und Umfeld simuliert
Nach dem Szenario sollten 138 Patienten verlegt oder entlassen werden. Mehr als 200 Beschäftigte der Arberlandkliniken sollten den Gefahrenbereich verlassen; Pflegekräfte sollten die Patienten bis zu deren Verlegung weiter versorgen. Zusätzlich sollten sämtliche Gebäude im Umkreis von 300 Metern geräumt werden. Betroffen gewesen wären rund 930 Menschen, darunter Bewohner eines Seniorenheims. Als Notquartiere waren die Stadthalle und die Realschulturnhalle vorgesehen.
Rund 150 Personen wirkten an der Übung mit. Dazu gehörten unter anderem das Bayerische Rote Kreuz, die Kreisbrandinspektion Regen, die Freiwillige Feuerwehr Viechtach, das Technische Hilfswerk, die Polizei, die Arberlandkliniken, die Integrierte Leitstelle Straubing, die Regierung von Niederbayern und die Stadt Viechtach.
Digitale Ausfälle als zusätzlicher Prüfstein
Im Verlauf der Übung fielen Teile der digitalen Technik zeitweise oder vollständig aus, darunter das E-Mail-Programm. Die Einsatzkräfte dokumentierten Vorgänge deshalb auf Papier und trafen Entscheidungen anhand schriftlicher Unterlagen. Bei der Auswertung sahen die Beteiligten Verbesserungsbedarf bei analogen Abläufen. Auch der Austausch zwischen ÖEL und FÜGK soll verbessert und der Umgang mit technischen Ausfällen künftig häufiger geübt werden.
„Analog ist die letzte Rückfallebene“, sagte Kreisbrandrat Hermann Keilhofer. Landrat Raith betonte: „Übungen sind dazu da, um Lerneffekte zu erzielen.“ Ein Treffen der Stäbe in Viechtach ist für Anfang 2027 angekündigt; außerdem sollen weitere Übungen folgen.
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