Landkreis gründet Arbeitsgemeinschaft für psychosoziale Notfallversorgung

Eine neue Arbeitsgemeinschaft im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen will die psychosozialen Hilfsangebote vernetzen und die Zusammenarbeit stärken.

Von Redaktion LK Neuburg-Schrobenhausen1 Min. Lesezeit
Zur Gründungsversammlung kam die Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung im Landratsamt in Neuburg zusammen. Links im Bild Landratsstellvertreter Dr. Johann Habermeyer, in der Mitte BRK- Kreisgeschäftsführer Anton Gutmann.

Foto: Norbert Eibel/Landratsamt

Foto: Norbert Eibel/Landratsamt

Schwere Unfälle, Katastrophen oder plötzliche Todesfälle können Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte psychisch stark belasten. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen soll eine neu gegründete Arbeitsgemeinschaft die psychosozialen Hilfsangebote besser vernetzen und die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen stärken.

Die Psychosoziale Notfallversorgung umfasst Maßnahmen zur Vorbeugung, Früherkennung und Bewältigung psychischer Belastungen. Betroffene sollen unmittelbar Unterstützung und bei Bedarf eine Vermittlung an weiterführende Hilfen erhalten. Bei Einsatzkräften stehen Stressbewältigung, Einsatznachsorge sowie Aus- und Fortbildung im Mittelpunkt. Ziel ist, Belastungsfolgen frühzeitig zu erkennen und langfristigen psychischen Beeinträchtigungen vorzubeugen.

Organisationen arbeiten zusammen

Zu den Gründungsmitgliedern der „ARGE-PSNV ND-SOB“ gehören die evangelische und katholische Notfallseelsorge, die Krisenseelsorge im Schulbereich (KiS), die Feuerwehren im Landkreis mit PSNV-E und das Bayerische Rote Kreuz mit PSNV-B und PSNV-E. Ebenfalls beteiligt sind das Kriseninterventions- und Bewältigungsteam Bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen (KIBBS) sowie die Leitung beziehungsweise Fachberatung der Psychosozialen Notfallversorgung.

Die Arbeitsgemeinschaft soll die fachliche und organisatorische Weiterentwicklung begleiten. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Qualitätsstandards und eine abgestimmte Zusammenarbeit. Die Aufgaben sollen nur entsprechend ausgebildete und qualifizierte Personen übernehmen.

Bei der Auftaktversammlung im Landratsamt sagte Landratsstellvertreter Dr. Johann Habermeyer: „Wenn ehrenamtliche Organisationen im Umfeld von Katastrophen tätig werden, sind eine gute Struktur und eine sorgfältige Vorbereitung von entscheidender Bedeutung. Sie schaffen wichtige Voraussetzungen, um Helferinnen und Helfer bei der Verarbeitung schwerer und traumatischer Erlebnisse zu unterstützen“.

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