Integrationsbeirat stellt mehrsprachige Gesundheitsmediatoren vor

Der Integrationsbeirat Lindau stellte mehrsprachige Gesundheitsinformationen sowie Angebote für Arbeit und Ausbildung vor und zog Bilanz der Interkulturellen Wochen.

Von Redaktion LK Lindau1 Min. Lesezeit
Drei Personen stehen nebeneinander.

Von links: Yolanda Bürzle-Jones, Hosam Ahmed und Yevenhiia Romanukha.Foto: Landratsamt Lindau (Bodensee)

Von links: Yolanda Bürzle-Jones, Hosam Ahmed und Yevenhiia Romanukha.Foto: Landratsamt Lindau (Bodensee)

Der Integrationsbeirat des Landkreises Lindau hat sich in seiner 14. Sitzung mit Gesundheitsinformationen für Menschen mit Migrationsgeschichte und dem Zugang zu Arbeit und Ausbildung befasst. Drei neu ausgebildete Gesundheitsmediatoren können künftig mehrsprachige Informationsveranstaltungen anbieten.

Gesundheitswissen in vier Sprachen

Yevheniia Romanukha, Yolanda Bürzle-Jones und Hosam Ahmed vermitteln Gesundheitsinformationen auf Deutsch, Ukrainisch, Englisch und Arabisch. Ihre Ausbildung umfasste unter anderem das deutsche Gesundheitssystem, Vorsorge und Früherkennung, Diabetes, Impfschutz und den Umgang mit Medikamenten. Auch Ernährung, Bewegung, Familienplanung und Schwangerschaft gehörten zu den Themen.

Die Veranstaltungen sollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Raum für Fragen und den Austausch persönlicher Erfahrungen bieten. Interessierte können sich per E-Mail an die Geschäftsstelle des Integrationsbeirats wenden: [email protected].

Unterstützung auf dem Weg in Arbeit und Ausbildung

Antje Böttcher, Jobbegleiterin bei den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz), stellte drei Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund vor. Die Jobbegleitung unterstützt Ratsuchende beispielsweise bei Bewerbungen, Behördengängen, Sprachkursen, der Anerkennung von Abschlüssen sowie bei Praktika und Qualifizierungen.

Berufsbezogene Sprachkurse für Beschäftigte und Auszubildende können auf die Anforderungen eines Arbeitsplatzes und eines Betriebs zugeschnitten werden. Mit BOF+ bietet das bfz außerdem Berufsorientierung, Sprachunterricht und praktische Erprobungen für Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund an, die noch keinen anerkannten Berufsabschluss haben. Das Programm soll Wege in Ausbildung, Qualifizierung, schulische Bildung oder ein Studium unterstützen.

Erste Interkulturelle Wochen positiv aufgenommen

Der Beirat zog außerdem eine positive Bilanz der ersten Interkulturellen Wochen im Landkreis. Veranstaltungen im unteren und oberen Landkreis boten Gelegenheiten zur Begegnung und zum Austausch. Der Beirat möchte an die dabei gewonnenen Erfahrungen und Kontakte anknüpfen.

Die nächste Sitzung des Integrationsbeirats ist für den 1. Dezember 2026 um 18 Uhr angekündigt.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen→

Artikel teilen:

Quellen & Infos

Verantwortung

Redaktionell verantwortlich
Konrad Mayer