Allerheiligenschmuck: Naturmaterialien statt Plastik

Der Abfallwirtschaftsbetrieb Haßberge empfiehlt natürliche Materialien für Grabschmuck, die kompostierbar sind. LED-Grablichter gehören zum Elektroschrott.

Von Redaktion LK Haßberge1 Min. Lesezeit

Zu Allerheiligen und Allerseelen werden viele Gräber mit Kränzen, Gestecken und bepflanzten Schalen geschmückt. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Haßberge empfiehlt dafür Naturmaterialien: Sie können sich zersetzen und lassen sich im Frühjahr kompostieren.

Bei Gestecken aus Discountern und anderen Märkten kommen laut Abfallwirtschaftsbetrieb teils Plastik, Styropor oder kunststoffummantelter Draht zum Einsatz. Solche Bestandteile gehören nicht auf den Kompost. Sie müssen im Restmüll entsorgt oder vor der Kompostierung aufwendig entfernt werden.

Naturmaterialien für Gestecke

Als Alternative zu Plastik und Steckschaum eignen sich dichtes Moos, Efeu oder Stroh. Zum Befestigen können Flachsband, Bast oder Kokosfasern verwendet werden. Zapfen, Hagebutten, getrocknete Samenkapseln, Baumpilze, Gräser und Lampionblumen bieten sich als Dekoration an. Gestecke aus vollständig natürlichen Materialien können nach dem Winter über die Kompost-Boxen der Friedhöfe entsorgt werden.

LED-Grablichter sind Elektroschrott

Grablichter mit LEDs müssen bei einem Wertstoffhof oder einer anderen offiziellen E-Schrott-Rücknahmestelle abgegeben werden. Ist das Licht nicht solarbetrieben, muss die Batterie vorher entnommen und in eine gesonderte Box gegeben werden.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb rät stattdessen zu Grablichtern mit einem Gehäuse aus Glas oder Metall, das auf dem Grab bleiben kann. Als Kerzen eignen sich unter anderem Produkte aus Rapswachs sowie Olivenöl- oder Pflanzenölkerzen. Bei einem Nachfüllsystem wird nach dem Abbrennen nur der Docht mit Wachsrest oder der Wachseinsatz ausgetauscht.

Fragen beantwortet die Abfallberatung unter der Telefonnummer 09521/27-712.

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