Coburg vergibt Stipendien für Studierende der Allgemeinmedizin

Bis 31. Oktober 2026 können Studierende der Allgemeinmedizin für Stipendien im Landkreis Coburg 2026/27 Bewerbung einreichen: 500 Euro monatlich.

Von Redaktion LK Coburg2 Min. Lesezeit
Vernetzung und Austausch: Beim jährlichen Stipendiatentreffen kamen die Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Dr. Breuer, dem Ärztlichen Direktor der Sana Kliniken, und weiteren Chefärzten ins Gespräch.

Foto: Emma Wolfschmidt

Foto: Emma Wolfschmidt

Der Landkreis Coburg vergibt auch zum Wintersemester 2026/27 Stipendien an Studierende der Allgemeinmedizin. Bewerbungen sind noch bis zum 31. Oktober 2026 möglich.

500 Euro im Monat während des Studiums

Das Programm richtet sich an Medizinstudierende, die später in der hausärztlichen Versorgung im Landkreis Coburg tätig werden möchten. Während der universitären Ausbildung erhalten sie eine monatliche Förderung von 500 Euro. Die maximale Förderdauer beträgt 60 Monate.

Nach Angaben der Gesundheitsregion plus Coburger Land soll das Stipendium nicht nur finanziell entlasten, sondern auch frühzeitig eine berufliche Perspektive in der Region eröffnen.

Weiterbildung und anschließende Tätigkeit in Coburg

Nach dem Studium absolvieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre fachärztliche Weiterbildung im Weiterbildungsverbund Coburg in der Allgemeinmedizin. Der Verbund ermöglicht eine strukturierte Weiterbildung an verschiedenen Ausbildungsstätten.

Anschließend ist eine mindestens 24-monatige praktische Tätigkeit in der hausärztlichen Versorgung im Landkreis Coburg vorgesehen.

Einblick in das Programm

Medizinstudent Jeremias Allescher, der seit dem vergangenen Jahr Teil der Stipendiatengruppe ist, beschreibt die Förderung als spürbare Entlastung im Studienalltag. Er sagte, das Stipendium nehme ihm die Last, seine Studiengebühren selbst finanzieren zu müssen. Zusammen mit dem Stipendium des Freistaats Bayern seien sie nahezu vollständig gedeckt. Dadurch müsse er neben dem Studium weniger im Rettungsdienst arbeiten und könne sich besser auf sein Studium konzentrieren.

Auch der Austausch innerhalb der Gruppe und mit den Verantwortlichen vor Ort sei für ihn wichtig. Allescher berichtete zudem von einem jährlichen Stipendiatentreffen, bei dem die Studierenden Einblicke in die medizinische Versorgung erhalten und Kontakte zu Ärztinnen und Ärzten aus der Region knüpfen können.

Besonders eindrücklich sei für ihn gewesen, dass sich fast alle leitenden Ärzte und Chefärzte des Klinikums Zeit für die Gruppe genommen hätten. Außerdem habe er sich über den Austausch mit einem Hausarzt gefreut, der eine Praxis im ländlichen Raum übernimmt. Diese Eindrücke hätten sein Ziel, Hausarzt zu werden, weiter bestärkt.

Informationen und Kontakt

Über die Förderbedingungen informiert die Gesundheitsregion plus auf ihrer Homepage: gesundheitsregionplus.coburg-stadt-landkreis.de

Für Fragen zum Stipendienprogramm steht Emma Wolfschmidt von der Geschäftsstelle der Gesundheitsregion plus zur Verfügung. Sie berät nach Angaben der Pressemitteilung unter anderem zu einem möglichen Umzug nach Coburg, zur Weiterbildung im Klinikum und zur Suche nach einer geeigneten Praxis für die ambulante Ausbildung.

Zu erreichen ist sie telefonisch unter 09561/514-5204 oder per E-Mail an [email protected].

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