Regensburger Schulprogramme zeigen, wie Bilder manipuliert werden
Wie lassen sich manipulierte Bilder erkennen – und welche Wirkung entfalten sie? Mit zwei kostenlosen Schulprogrammen in Regensburg können Jugendliche diesen Fragen anhand historischer Propaganda und aktueller KI-Bilder nachgehen.
Das Programm „Macht der Bilder - Von der Propaganda zur KI“ begleitet die Bayernausstellung „Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie“, die bis zum 7. August 2027 zu sehen ist. In der Bavariathek untersuchen Schülerinnen und Schüler historische Propagandaaufnahmen, lernen Tricks der Bildbearbeitung kennen und beschäftigen sich damit, woran sich KI-generierte Bilder erkennen lassen.
Ausgangspunkt ist unter anderem eine berühmte Aufnahme vom Hitlerputsch am 9. November 1923. Sie zeigt Adolf Hitler in einem hellen Mantel an der Spitze eines Demonstrationszugs und schießende Männer. Die Szene hat sich so nicht ereignet: Der Fotograf Heinrich Hoffmann war beim Schusswechsel an der Münchner Feldherrnhalle nicht anwesend. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden Hitler, Demonstranten und schießende Männer nachträglich in das Bild montiert.
Ein weiteres kostenloses Angebot ist das historische Escape Game „Hass, Hetze, Mord“. Schulklassen untersuchen darin einen Mordfall aus den frühen 1920er Jahren. In Ermittlerteams werten sie originale Polizeiakten aus, kombinieren Beweise und verfolgen Spuren, die nach Bayern führen.
Beide Programme richten sich an weiterführende Schularten. Sie umfassen praktische Medienarbeit und eine rund 20-minütige Führung durch die Bayernausstellung; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Informationen gibt es unter www.bavariathek.bayern.
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