Laufer Kamerastabilisierung erhält Technik-Emmy

FoMa Systems aus Lauf zeigt Bürgermeister Thomas Lang die preisgekrönte Kamerastabilisierung Trinity und weitere Filmtechnik aus der Region.

Von Neues aus Lauf an der Pegnitz1 Min. Lesezeit
Metallteile auf einer Werkbank in einer fiktiven Industriehalle.

KI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

KI-Symbolbild

Ein Technik-Emmy für „Trinity 2“ und ein Oscar für das Stabilisierungssystem Trinity: Das Laufer Unternehmen FoMa Systems hat bei einem Besuch von Bürgermeister Thomas Lang seine preisgekrönte Kameratechnik vorgestellt. Die Firma ist am Oskar-Sembach-Ring ansässig.

Das schwenkbare System entstand gemeinsam mit dem Unternehmen ARRI. Es verbindet mechanische und elektronische Stabilisatoren, sodass die Kamera dreh- und schwenkbar bleibt. Damit können Filmteams lange Aufnahmen in Bewegung umsetzen, ohne die Technik für Umbauten pausieren zu müssen.

Bekannt wurde Trinity unter anderem durch den Kriegsfilm „1917“ von Regisseur Sam Mendes. Laut Mitteilung kommt das System inzwischen auch in weiteren Filmen und Serien zum Einsatz, darunter im nächsten Batman-Film mit Robert Pattinson und in einer Harry-Potter-Fernsehserie, deren erste Ausstrahlung für Dezember angekündigt ist.

Die Entwicklung begann mit verwackelten Aufnahmen von Roman Foltyns Hund. Der Ingenieur entwickelte daraufhin ein Kamerastabilisierungssystem und wandte sich zur Vermarktung an Rainer Maertin. Einen Prototyp zeigten die beiden 2014 auf der IBC Convention in Amsterdam. Bei seinem Besuch ließ sich Thomas Lang die Funktionsweise von „Trinity“ vorführen. Das rund 20 Kilogramm schwere System wird mit einem speziellen Gurt und erheblicher Muskelkraft getragen.

Zum Angebot von FoMa Systems gehört außerdem der ferngesteuerte, stabilisierte Kamerakopf Antares, der bei großen Fernsehproduktionen wie der Halftime Show des Superbowl eingesetzt wird. Eine weitere Entwicklung ist die Kameraplattform „SkyperCam“ für Ultraleichtflugzeuge. Sie soll bei der Übertragung von Sportveranstaltungen künftig Hubschrauber ersetzen; als Vorteile nennt das Unternehmen den geräuschlosen Einsatz und geringere Kosten. Für seine Produkte verwendet FoMa nach Angaben von Geschäftsführer Rainer Maertin auch Bauteile von Unternehmen aus der Region.

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