Tele-Hotel soll 2027 abgerissen werden – genossenschaftliches Wohnen geplant

Das einstige Tele-Hotel an der Bahnhofstraße 15 soll noch im Jahr 2027 abgerissen werden. Das beschloss der Unterföhringer Gemeinderat am 8. Oktober einstimmig. Zugleich stimmte das Gremium dafür, den steuerrechtlich bestehenden Betrieb gewerblicher Art der Gemeinde aufzulösen.
Auf dem Grundstück soll die Verwaltung ein Wohnbauprojekt vorbereiten. Im Mittelpunkt steht ein genossenschaftliches Modell, das langfristig gesicherten und bezahlbaren Wohnraum schaffen soll. Erfahrene Wohnbaugenossenschaften können sich in einem Interessenbekundungsverfahren bewerben. Geprüft werden soll außerdem, ob das Grundstück verkauft oder im Erbbaurecht zur Verfügung gestellt wird. Bei der späteren Wohnungsvergabe sollen vorrangig Unterföhringer Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden. Mieter im bestehenden Gebäude sollen Unterstützung bei der Suche nach Ersatzflächen erhalten.
Planung soll Grün und Bestand berücksichtigen
Für das Grundstück Bahnhofstraße 15 sowie die Grundstücke Sudetenstraße 1 bis 3 soll ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden. Das Vorhaben soll sich in die vorhandene Bebauung einfügen. Die Gebäude an der Sudetenstraße sowie möglichst viel Grünfläche und der wertvolle Baumbestand sollen erhalten bleiben.
Die CSU hatte zusätzlich beantragt, dass die Gemeinde selbst baut, falls keine Genossenschaftslösung zustande kommt. Der Antrag wurde mit acht zu 16 Stimmen abgelehnt. Auch ein Antrag von Volt auf eine Übersicht der seit dem Erwerb angefallenen Aufwendungen fand keine Mehrheit: Dafür stimmten sieben, dagegen 17 Ratsmitglieder. Die SPD zog ihren Antrag zugunsten der gemeinsamen Lösung zurück.
Gemeinde sucht Partner für Padelplätze
Der Gemeinderat stimmte mit 22 zu 2 Stimmen dafür, ein gemeindliches Grundstück und einen Kooperationspartner für Padelplätze zu suchen. Der Partner soll Planung, Finanzierung, Errichtung und laufenden Betrieb übernehmen und dafür Pacht zahlen. Auch im Gewerbegebiet soll geprüft werden, ob geeignete Grundstücke verfügbar sind.
Zusätzliche Eisstockfläche beim Eiszauber
Beim Unterföhringer Eiszauber im Winter 2027/2028 soll neben der Eislaufbahn eine durch eine Bande abgetrennte, etwa 3,50 Meter breite Eisstockfläche eingerichtet werden. Der Gemeinderat billigte den Antrag mit 23 zu 1 Stimmen. Für die zusätzliche Fläche werden rund 8.000 Euro anfallen. Pro Stunde Bahnnutzung sollen deshalb 30 Euro je Bahn berechnet werden. Wenn die Fläche nicht genutzt wird, könnte dort ein eigener Kleinkinderbereich entstehen.
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