Ismanings Biotonne wird 30

Ismaning führte 1996 als erste Gemeinde im Landkreis München flächendeckend die Biotonne ein. Heute gibt es mehr als 3.000 Tonnen.

Von Neues aus Ismaning1 Min. Lesezeit
Abfallkalender

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Am 15. Oktober 1996 wurde in Ismaning erstmals eine Biotonne geleert. Die Gemeinde war damit nach eigenen Angaben die erste im Landkreis München, die das System flächendeckend einführte. Zum 30. Jahrestag blickt sie auf den Wandel der Abfalltrennung zurück.

Der Gemeinderat hatte den Grundsatzbeschluss bereits am 16. November 1995 gefasst, der Ausführungsbeschluss folgte am 27. Juni 1996. Anfang Oktober 1996 wurden rund 1.500 Biotonnen verteilt. Zugleich wechselte die Restmüllabfuhr vom wöchentlichen auf einen 14-tägigen Rhythmus. Bioabfall und Restmüll werden seither im wöchentlichen Wechsel abgeholt.

Die Restmüllmenge sank rasch: Zwischen Oktober 1995 und September 1996 waren es 282 Kilogramm pro Einwohner. Im Vergleichszeitraum ein Jahr später lag die Menge bei 150 Kilogramm. Zusätzlich wurden 85 Kilogramm Bioabfall je Einwohner erfasst. Auch die wöchentliche Leerung der Biotonnen in den Sommermonaten sollte die Akzeptanz erhöhen.

Was in die Biotonne gehört

Heute stehen in Ismaning mehr als 3.000 Biotonnen. Die Gemeinde weist darauf hin, dass die Tonne vor allem für Küchenabfälle gedacht ist. Grün- und Schnittgut aus dem Garten sollte möglichst zum Wertstoffhof oder in die dafür vorgesehenen Grüngutcontainer gebracht werden.

Bioabfälle werden in der Regel nicht einfach kompostiert, sondern in einer Vergärungsanlage behandelt. Dabei entstehen Gärreste, die häufig als Dünger eingesetzt werden, sowie Biogas, das zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden kann.

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