Landwirte im Landkreis Fürstenfeldbruck passen Anbau an Klimawandel an

Hitze und Dürre schädigten die Ernten im Landkreis Fürstenfeldbruck. Bauernverbands-Kreisobmann Matthias Heitmayr erläuterte Gegenmaßnahmen wie angepasste Bodenbearbeitung und Winterkulturen.

Von Herold Landesredaktion Bayern1 Min. Lesezeit
Gruppe von Klimaschutzmanagerinnen und -managern sowie weiteren Beteiligten, darunter Matthias Heitmayr, Nils Schild, Andreas Weigand, Paul Müller, Patricia Pöllmann, Michaela Bock, Dr. Malgorzata Kroban, Aneta Höffler und Tanja Weigl.

Foto: LRA FFB

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Extreme Hitze und Trockenheit haben die Landwirtschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck in diesem Jahr stark getroffen. Beim jährlichen Netzwerktreffen der kommunalen Klimaschutzmanagerinnen und -manager erläuterte Matthias Heitmayr, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, wie angepasste Bewirtschaftungsmethoden Ernteverluste verringern können.

Das ganztägige Treffen fand am 29. September im Erlebnisraum für Landwirtschaft, Ernährung und Natur in Puch statt. Heitmayr verwies auf Dürren, Starkregen, Spätfröste und neu eingewanderte Schädlinge als wachsende Risiken für die Ernten. Die extreme Hitze und Dürre hätten in diesem Jahr zudem zu einer Notsituation bei Tierhaltern geführt, weil nur geringe Futtervorräte angelegt werden konnten. Im östlichen Landkreis seien die Ernten historisch schlecht ausgefallen; im westlichen Teil seien die Verluste bei anderen Feldfrüchten vergleichsweise geringer gewesen.

Anbau und Bodenbearbeitung anpassen

Als mögliche Gegenmaßnahmen nannte Heitmayr eine angepasste Bodenbearbeitung, mehr Winterkulturen und wärmeliebende Pflanzen wie Roggen oder Sojabohnen. Zwischenfrüchte könnten den Boden dauerhaft bedecken und widerstandsfähiger gegen extreme Wetterlagen machen. Bei der aktuellen Aussaat hätten manche Landwirte den Boden nicht gepflügt, sondern nur flach bearbeitet und gewalzt, um Feuchtigkeit in tieferen Humusschichten zu halten. Auf Wiesen sei abgestorbener Bestand abgemäht und abgefahren worden, damit neues Gras austreiben könne.

Beim Impulsvortrag „Landwirtschaft und Klimaschutz“ verwies Heitmayr außerdem auf Veränderungen in der Landwirtschaft des Landkreises: Die Zahl der Betriebe sank zwischen 2015 und 2025 von 622 auf 573, der Anteil der Biobauern stieg auf elf Prozent. Regionale Produkte seien aus seiner Sicht wichtig, weil kürzere Transportwege weniger CO₂-Emissionen verursachten und die Produkte länger ausreifen könnten.

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