16-Jähriger bei Kontakt mit Oberleitung schwer verbrannt

Ein 16-Jähriger hat am Sonntagabend, 20. September, am Bahnhof Moosburg a.d. Isar schwerste Verbrennungen erlitten, nachdem er auf dem Dach eines Regionalzugs mitfuhr und mit der Oberleitung in Berührung kam. Der Jugendliche wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Unfall am Bahnhof Moosburg
Gegen 18:20 Uhr informierte die Integrierte Leitstelle Erding die Bundespolizeiinspektion München über eine schwerverletzte Person im Bereich des Moosburger Bahnhofs. Nach Angaben der Bundespolizei war der 16-jährige Deutsche zuvor auf das Dach eines in Richtung Marktredwitz verkehrenden Regionalzugs geklettert und in der Nähe des Bahnhofs Moosburg mit der Oberleitung in Kontakt gekommen. Dabei erlitt er einen Stromschlag und fiel herunter.
Der Jugendliche aus dem Landkreis Ebersberg konnte anschließend noch eigenständig einige Meter in eine angrenzende Wiese laufen, brach dort aber zusammen. Rettungsdienst und Notarzt versorgten ihn vor Ort. Im weiteren Verlauf wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Er erlitt schwerste Verbrennungen an den Beinen und am Oberkörper, blieb jedoch ansprechbar. Nach aktuellem Stand sind die Verletzungen nicht lebensgefährlich.
Suche nach weiterer Person blieb ohne Ergebnis
Zum Unfallzeitpunkt soll sich noch eine zweite, bislang unbekannte Person mit dem 16-Jährigen auf dem Dach des Zuges befunden haben. Diese entfernte sich jedoch noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte in unbekannte Richtung. Die Bundespolizei setzte zur Fahndung einen Hubschrauber der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim ein. Auch die Absuche durch Bundespolizeistreifen am Boden blieb ohne Ergebnis.
Evakuierung und Folgen für den Bahnverkehr
In dem Personenzug befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls rund 200 Reisende. Der Zug wurde am Bahnhof Moosburg durch Einsatzkräfte der Bundespolizei, der Polizeiinspektion Moosburg sowie der Feuerwehren Moosburg und Thonstetten evakuiert. Der betroffene Streckenabschnitt zwischen Freising und Landshut blieb infolge des Unfalls bis etwa 20 Uhr gesperrt. Dadurch kam es zu Verspätungen im Bahnverkehr. Die Bundespolizei ermittelt weiter.
Warnung der Bundespolizei
Die Bundespolizei warnt erneut eindringlich vor den Gefahren im Gleisbereich. Von der 15.000 Volt führenden Oberleitung kann auch ohne direkten Kontakt ein Lichtbogen überspringen. Bahnanlagen sind für den Aufenthalt nicht geeignet. Sowohl im Gleisbereich als auch auf den Waggons besteht Lebensgefahr.
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