Dichter Rauch aus dem Keller: Feuerwehr in München im Großeinsatz

In Neuperlach brannte eine Großmülltonne und löste eine massive Rauchentwicklung in einem Hochhaus aus. Feuerwehr konnte schnell handeln, doch die Brandursache bleibt unklar.

Von Blaulichtreport1 Min. Lesezeit

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Feuerwehr München zu einem alarmierenden Einsatz in der Max-Kolmsperger-Straße in Neuperlach gerufen. Gegen 22.17 Uhr führte eine brennende Großmülltonne zu einer erheblichen Rauchentwicklung in einem Hochhaus.

Herausfordernder Einsatz in dichtem Rauch

Bereits beim Eintreffen der ersten Feuerwehr-Einheiten drang dichter Rauch aus einem Müllabwurfschacht des Kellers, was die Bewohner dazu veranlasste, umgehend das Gebäude zu verlassen. Der Einsatz begann mit einem Zangenangriff, bei dem zwei Einsatztrupps mit Atemschutz über den Abwurfschacht und den Treppenraum vorgingen. Effizient gelang es den Einsatzkräften, die brennende Großmülltonne schnell zu löschen.

Ausbreitung des Rauchs und Entrauchungsmaßnahmen

Der Rauch hatte sich über das Schachtsystem im gesamten Treppenhaus verbreitet. Daher wurde ein zusätzlicher Löschzug eingesetzt, um das Treppenhaus und die Wohnungen zu kontrollieren. Glücklicherweise wurden keine weiteren Personen im Gebäude gefunden.

Die Entrauchungsmaßnahmen gestalteten sich jedoch als umfassend. Aufgrund der Weitläufigkeit des Untergeschosses, das sich als Tiefgarage unter mehreren Gebäudekomplexen erstreckte, breiteten sich der Rauch großflächig aus. Problematisch waren zudem aufgekeilte Brandschutztüren, die ihre Funktion nicht mehr erfüllen konnten.

Wiederherstellung der Sicherheit und Nachbetreuung

Nachdem die Mülltonne ins Freie gebracht und alle Bereiche rauchfrei waren, konnten die Wohnungen wieder freigegeben werden. Insgesamt 21 Personen wurden in einem nahegelegenen Restaurant betreut. Eine 75-jährige Frau musste aufgrund einer Rauchgasvergiftung zur weiteren Abklärung in eine Klinik gebracht werden.

Unklarheit über Brandursache und Schadenshöhe

Bisher gibt es keine Informationen zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens. Die Feuerwehr München steht in Kontakt mit den zuständigen Behörden, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären.

Dieser Vorfall zeigt eindrucksvoll die Herausforderungen, mit denen Einsatzkräfte bei Bränden in komplexen Gebäudestrukturen konfrontiert sind, und unterstreicht die Notwendigkeit funktionstüchtiger Brandschutztüren zur Eindämmung von Rauch und Flammen.

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