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Verkehr

Sicherheit am Schulweg: Bundespolizei warnt in Bayern vor Gefahren an Bahnsteigen

Tipps für Eltern: Schulweg gemeinsam prüfen und richtiges Verhalten an Bahnsteig und Bahnanlagen besprechen

Von Herold-Team11.09.26, 17:23

Am Dienstag, 15. September, beginnt in Bayern das neue Schuljahr. Mit dem Start sind wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler täglich selbstständig unterwegs, viele von ihnen auch mit Zug und S-Bahn. Die Bundespolizeidirektion München weist aus diesem Anlass auf Gefahren an Bahnhöfen und Bahnanlagen hin und gibt Hinweise für einen sicheren Schulweg mit der Bahn.

Gerade für jüngere Kinder gehört der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglicherweise erstmals zum Alltag. Nach Angaben der Bundespolizei werden Gefahren im Bahnverkehr dabei leicht unterschätzt. Unachtsamkeit oder eine kurze Ablenkung können schwerwiegende Folgen haben. Besonders Smartphones und Kopfhörer können dazu führen, dass herannahende Züge, Durchsagen oder Warnsignale zu spät wahrgenommen werden.

Die Bundespolizei empfiehlt Eltern und Erziehungsberechtigten, den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern abzugehen, sichere Wege und mögliche Gefahrenstellen zu besprechen und das richtige Verhalten am Bahnsteig zu erklären. Zum Schuljahresbeginn verstärkt die Bundespolizei an ausgewählten Schwerpunkten ihre Präventionsmaßnahmen und sensibilisiert junge Reisende für die Gefahren im Bahnverkehr.

Die wichtigsten Regeln im Überblick

  • Gleise niemals betreten oder überqueren. Züge können nicht ausweichen, haben einen sehr langen Bremsweg und können auch außerhalb der bekannten Fahrzeiten unterwegs sein. Es sollen ausschließlich die vorgesehenen Wege und Übergänge genutzt werden.
  • Abstand zur Bahnsteigkante halten. Die weiße Sicherheitslinie soll erst übertreten werden, wenn der Zug zum Stehen gekommen ist.
  • Smartphone weg und Ohren frei. Am Bahnsteig sowie beim Ein- und Aussteigen soll die Aufmerksamkeit der Umgebung gelten. Kopfhörer können Warnsignale und Durchsagen überdecken.
  • Nicht drängeln oder schubsen. Besonders auf vollen Bahnsteigen gilt es, ausreichend Abstand zur Bahnsteigkante zu halten.
  • Fällt etwas ins Gleis, soll es liegen gelassen werden. Egal ob Smartphone, Schulranzen oder ein anderer Gegenstand: Niemals selbst ins Gleis steigen. Das Bahnpersonal oder die Bundespolizei sind anzusprechen.
  • Nicht auf Züge, Waggons oder Masten klettern. Bahnoberleitungen führen 15.000 Volt. Bereits die Annäherung kann zu einem lebensgefährlichen Stromüberschlag führen.
  • Keine Selfies oder Videos im Gleisbereich. Für Fotos oder Aufnahmen sollen weder Gleise betreten noch soll man sich unnötig der Bahnsteigkante nähern.

Eltern können nach Angaben der Bundespolizei viel dazu beitragen, dass ihre Kinder sicher unterwegs sind. Dazu gehört auch, den Schulweg gemeinsam abzugehen, über mögliche Gefahrensituationen zu sprechen und zu zeigen, an wen sich Kinder wenden können, wenn sie Hilfe benötigen.

Weitere Informationen und Tipps zum richtigen Verhalten an Bahnanlagen stellt die Bundespolizei unter bundespolizei.de/sicher-im-alltag/sicher-auf-bahnanlagen bereit.

Die Bundespolizeiinspektion München ist nach eigenen Angaben zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum räumlichen Zuständigkeitsbereich gehören neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis München auch die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg. Die Wache und der Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst befinden sich in der Denisstraße 1, rund 500 Meter fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof. Zudem gibt es Diensträume am Hauptbahnhof, in Pasing und Freising.

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