Bundespolizei stellt Messer und Schlagstock bei Grenzkontrollen an der A93 sicher

Sicherheitsleistungen von 50 bis 300 Euro und Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz

Bei Grenzkontrollen an der A93 nahe Kiefersfelden hat die Bundespolizei in den vergangenen Tagen vom 20. bis 21. September mehrere Messer und einen Schlagstock sichergestellt. Wegen Verstößen gegen das Waffengesetz leitete sie entsprechende Verfahren ein.

Mehrere Waffen bei Kontrollen entdeckt

Bei einem rumänischen Pkw-Insassen fanden die Beamten ein Springmesser, dessen Klinge auf Knopfdruck nach vorn herausschnellte. Das verbotene Messer wurde dem 52-Jährigen abgenommen. Gegen ihn wurde Strafanzeige erstattet. Als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren musste er 300 Euro hinterlegen.

In einem in Italien zugelassenen Kraftfahrzeug entdeckte die Bundespolizei einen Dolch mit beidseitig geschliffener, rund sechs Zentimeter langer Klinge. Die Stichwaffe lag zugriffsbereit in der Mittelkonsole. Der 30-jährige italienische Fahrer musste sie abgeben.

Ein serbischer Lkw-Fahrer führte ein Einhandmesser mit einer Klingenlänge von etwa neun Zentimetern mit. Die Beamten fanden die Stichwaffe in der Fahrerkabine.

In einem Kleintransporter stellten die Einsatzkräfte bei einer 43-jährigen Ukrainerin einen Teleskopschlagstock sicher. Die Waffe war in der Fahrertür griffbereit hinterlegt und wurde der Frau abgenommen.

Auch ein polnischer Staatsangehöriger führte ein aufgeklapptes Einhandmesser mit. Der 49-Jährige hatte es in der Mittelkonsole seines Kleintransporters so abgelegt, dass er jederzeit darauf hätte zugreifen können.

In einem Pkw saß ein 34-jähriger Ukrainer als Beifahrer. Er hatte ebenfalls Zugriff auf ein Einhandmesser, das er in seiner Hosentasche mit sich trug.

Verfahren eingeleitet, Reise fortgesetzt

Die Bundespolizei stellte die fünf Messer sowie den Schlagstock sicher. Je nach mitgeführter Bargeldmenge wurden Sicherheitsleistungen zwischen 50 Euro und 300 Euro erhoben. Nach der Einleitung der jeweiligen Verfahren konnten alle Personen ihre Reise fortsetzen.

Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450 Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von Bahnreisenden und Bahnanlagen.

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