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Umwelt

Rosenheim schlägt Alarm: Igel in Gefahr

Wie Gartenbesitzer mit einfachen Maßnahmen den Braunbrustigel schützen können

Von Redaktion Rosenheim03.06.25, 12:29

Menschen im Artikel

CB
Christian Baab

Der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) zählt zu den bekanntesten heimischen Säugetierarten Bayerns. Doch trotz seiner Präsenz in Gärten, Parks und Friedhöfen schrumpft sein Lebensraum zunehmend. Die Stadt Rosenheim warnt nun vor dem deutlichen Rückgang des Igelbestands und mahnt zum Handeln.

Gefährdung durch menschliche Einflüsse

Verschiedene Faktoren setzen dem Igel zu: Die fortschreitende Flächenversiegelung sowie der Klimawandel machen dem nachtaktiven Insektenfresser das Leben schwer. Auch der Einsatz von Pestiziden in privaten und öffentlichen Grünanlagen trägt dazu bei, dass das Nahrungsangebot schwindet.

  • Einsatz von Pestiziden reduziert das Nahrungsangebot, vor allem an Insekten
  • Verlust naturnaher Flächen durch Bebauung, Versiegelung und sterile Ziergärten
  • Zerschneidung des Lebensraums durch Zäune und andere Hindernisse
  • Gefahrenquellen wie ungesicherte Teiche, Kellerschächte oder Mähroboter bedrohen das nachtaktive Tier
  • Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Igel besonders geschützt. Seine ökologische Bedeutung als natürlicher Schädlingsbekämpfer unterstreicht die Dringlichkeit des Handelns.

    Kurz erklärtFlächenversiegelung

    Flächenversiegelung bezeichnet die Bedeckung des Bodens mit undurchlässigen Materialien wie Asphalt, Beton oder Pflaster. Dadurch kann kein Wasser mehr versickern, und natürliche Lebensräume gehen für Tiere und Pflanzen verloren.

    Praktische Maßnahmen für den Igelschutz

    Schon im eigenen Garten lassen sich mit einfachen Mitteln wichtige Beiträge zum Schutz des Braunbrustigels leisten. Gartenbesitzende sind daher aufgerufen, folgende Maßnahmen umzusetzen:

    • Laub- und Reisighaufen liegen lassen
    • Tagesverstecke und Winterquartiere anbieten
    • Wildblumen statt Zierrasen pflanzen, um die Insektenvielfalt zu fördern
    • Keine Pestizide oder Schneckenkorn verwenden
    • Durchschlupfmöglichkeiten in Zäunen schaffen
    • Gefahrenquellen wie Teiche und Kellerschächte sichern
    • Igelhäuser bereitstellen, falls natürliche Rückzugsorte fehlen
    • Trinkstellen mit frischem Wasser anbieten
    • Mähroboter nur tagsüber einsetzen
    • Gartenbereiche naturbelassen lassen
    • Weitere Informationen und Unterstützung

      Das Bayerische Landesamt stellt auf seiner Webseite vertiefende Informationen sowie Publikationen zum Igelschutz zur Verfügung.

      Fragen zum Igelschutz können jederzeit an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umwelt- und Grünflächenamts in Rosenheim gerichtet werden.

      Christian Baab – Umwelt- und Grünflächenamt Rosenheim

      Ansprechpartner für Igelschutz

      365-1690

      Mit erhöhtem Engagement im eigenen Garten kann jede und jeder dazu beitragen, den Schutz des heimischen Igels nachhaltig zu stärken. So bleibt der Braunbrustigel hoffentlich auch für kommende Generationen ein vertrauter Anblick in Rosenheim und darüber hinaus.

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      Rosenheim schlägt Alarm: Igel in Gefahr
      Foto: rosenheim.de

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