OBI-Kreuzung: Erneuerung am Kurt-Romstöck-Ring naht dem Abschluss
Die Stadt Neumarkt kündigt an: Ab dem 27. Juli wird der Verkehr im Kreuzungsbereich wieder weitgehend freigegeben; bis Monatsende sind nur noch Restarbeiten geplant.

Die umfassende Erneuerung der OBI-Kreuzung am Kurt-Romstöck-Ring in Neumarkt steht kurz vor dem Abschluss. Wie die Stadt mitteilt, soll der Verkehr im Kreuzungsbereich ab dem 27. Juli wieder weitestgehend freigegeben werden. Bis zum Monatsende sind demnach nur noch kleinere Restarbeiten vorgesehen. Die Fertigstellung erfolgt damit rund drei Monate früher als ursprünglich geplant.
Nach Angaben der Stadt zählt die Maßnahme zu den größten Straßenbauprojekten in der Geschichte Neumarkts. Vor Beginn der Arbeiten wurden an der Kreuzung täglich bis zu 27.450 Fahrzeuge gezählt. Entsprechend hoch seien die Anforderungen an Planung und Verkehrsführung während der Bauzeit gewesen.
Bauzeit deutlich verkürzt
Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn sprach von einer erfolgreichen Zusammenarbeit aller Beteiligten. Besonders bewährt habe sich aus seiner Sicht die Aufteilung der Maßnahme in vier Bauabschnitte. Dadurch habe eine Vollsperrung des Knotenpunkts vermieden werden können. Zugleich sei es gelungen, die Bauzeit deutlich zu verkürzen, sodass die Einschränkungen für die Bevölkerung nicht bis zum Jahresende andauerten.
Die Bauarbeiten hatten im März 2025 begonnen. Das Gesamtvolumen der Maßnahme liegt bei rund 7,06 Millionen Euro.
Große Herausforderungen im Untergrund
Während der Bauzeit kam es zu Sperrungen und Umleitungen für den motorisierten Verkehr. Betroffen waren laut Pressemitteilung auch Fußgängerinnen, Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer. Der Weg in die Altstadt sei über mehrere Wochen nur über Umwege möglich gewesen.
Die eigentliche Herausforderung habe im Untergrund gelegen. Dort mussten zahlreiche Leitungen verschiedener Versorgungsträger, darunter der Stadtwerke und der Telekom, neu geordnet und verlegt werden. Hinzu kamen der Einbau eines neuen Kanals sowie die Erneuerung der Hauptgasleitung zwischen Eichstätt und Nürnberg, die unmittelbar unter der Kreuzung verläuft.
Nach Angaben der Stadt hatten Verwaltung und Baufirmen im Vorfeld verschiedene Szenarien detailliert durchgespielt, um auf mögliche Schwierigkeiten vorbereitet zu sein. Größere unvorhergesehene Probleme seien während der Bauzeit ausgeblieben.
Für die Öffentlichkeit besonders sichtbar waren die Arbeiten an der Fahrbahn. Zuletzt wurde die Asphaltdecke im Bereich der Freystädter und der Dreichlinger Straße erneuert.
Verkehrsfluss soll verbessert werden
Mit dem Umbau wurde die Leistungsfähigkeit der Kreuzung nach Angaben der Stadt deutlich erhöht. Vorgesehen sind:
- eine zweite Linksabbiegespur aus Richtung Unteres Tor am Kurt-Romstöck-Ring,
- eine zweite Geradeausspur aus Richtung Stauf.
Dadurch soll der Verkehrsfluss insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten spürbar verbessert werden.
Anbindung der neuen Hauptfeuerwache
Im Zuge des Umbaus wurde auch die neue Hauptfeuerwache am Kurt-Romstöck-Ring an das Verkehrsnetz angebunden. Nach Angaben der Stadt sind sowohl die Alarmausfahrt als auch eine weitere Zufahrt für Einsatzkräfte vollständig funktionsfähig. Die Fertigstellung der Feuerwache selbst ist für Ende des Jahres vorgesehen.
Übergangslösung für Rad- und Fußverkehr geplant
Für den Rad- und Fußverkehr arbeitet die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt an einer Übergangslösung bis zur Öffnung der Kreuzung. Da die Außenanlagen der Hauptfeuerwache voraussichtlich erst im November fertiggestellt werden, soll eine gesicherte provisorische Schotterverbindung durch das Baufeld eingerichtet werden.
Nach Angaben von Oberbürgermeister Ochsenkühn soll damit insbesondere für Menschen aus Woffenbach die Verbindung in die Altstadt möglichst schnell wieder sicher nutzbar werden.
Dank an Bürger und Beteiligte
Ochsenkühn bedankte sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis während der Bauzeit und entschuldigte sich zugleich für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Zudem hob er die Arbeit der Stadtverwaltung sowie die Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen hervor. Erfreulich sei, dass die Kosten trotz der anspruchsvollen Bauaufgabe im Rahmen geblieben seien.
Auch Stefan Bögl, Vorstandsvorsitzender der Firmengruppe Max Bögl, würdigte die vorzeitige Öffnung. Die schnelle Fertigstellung habe hohe Priorität gehabt, weil die Kreuzung an der neuen Feuerwehrhauptwache zu den wichtigsten Verkehrsachsen in Neumarkt zähle. Sein Dank galt den Mitarbeitenden für ihren Einsatz sowie der Stadt Neumarkt für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.
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