Neumarkter Gehölze dicht eingesponnen
Stadt gibt Entwarnung: Meist harmloser Befall durch Gespinstmotten, keine Gefahr durch Eichenprozessionsspinner

In Neumarkt sorgt derzeit die sichtbare Gespinstbildung an Gehölzen für zahlreiche Rückmeldungen bei der Stadtgärtnerei. Viele Bürgerinnen und Bürger beobachten dicht eingesponnene Bäume und Sträucher, die stellenweise kahl wirken, und ordnen das Phänomen zunächst dem Eichenprozessionsspinner zu. Die Stadt macht jedoch deutlich: Die Beobachtungen sind nach Angaben von Stadtgärtner Manuel Traub kein Anlass zur Sorge.
Gespinstbildung ist nicht gleich Gefahr
Traub stellt klar, dass der Eichenprozessionsspinner nur an Eichen vorkommt und seine Raupen behaart sind. Die aktuell gemeldeten unbehaarten Raupen in dichten Gespinsten stammen dagegen von Gespinstmotten. Diese fressen die Blätter ihrer Wirtspflanzen und spinnen sich zum Schutz ein. Laut Stadtgärtnerei handelt es sich dabei um einen natürlichen und harmlosen Vorgang.
Warum Gehölze vorübergehend kahl wirken
Die auffälligen Gespinste können den Eindruck erwecken, die betroffenen Pflanzen seien stark geschädigt. Nach Angaben der Stadt erholen sich die Gehölze jedoch schnell. Die Pflanzen treiben demnach meist schon Ende Juni wieder neu aus, unterstützt durch den Johannistrieb.
Einordnung für Bürgerinnen und Bürger
Die Mitteilung der Stadtgärtnerei zielt vor allem darauf ab, Unsicherheit zu reduzieren. Wer aktuell eingesponnene Gehölze im Stadtgebiet sieht, muss demnach nicht automatisch von einem gefährlichen Befall ausgehen. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen dem Eichenprozessionsspinner und den harmlosen Gespinstmotten.
Damit reagiert die Stadt auf eine Situation, die im öffentlichen Raum schnell Besorgnis auslösen kann. Die Beschreibung der Stadtgärtnerei zeigt jedoch: Das derzeit sichtbare Bild an Bäumen und Sträuchern ist in vielen Fällen Teil eines natürlichen Entwicklungsprozesses und nicht Ausdruck einer akuten Gefahr.
Was die Stadtgärtnerei betont
Für die Stadtgärtnerei steht damit die sachliche Einordnung im Vordergrund: Auch wenn die Gehölze im Moment auffällig aussehen, ist Gespinstbildung an den betroffenen Pflanzen nach dieser Erklärung kein Zeichen für eine Gefahr. Der Blick richtet sich vielmehr auf den normalen Verlauf des Wachstums, das sich im Jahresverlauf wieder ausgleicht.
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