Bahnbrücke in der Woffenbacher Straße freigegeben
Nach Abschluss der Bauphase steht die neue Brücke allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern wieder zur Verfügung

Die neue Bahnbrücke in der Woffenbacher Straße ist fertiggestellt und wird noch am heutigen Donnerstag, 6. August 2026, für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer freigegeben. Damit endet die im Februar begonnene Bauphase. Nach Angaben der Stadt Neumarkt wurde das Ziel erreicht, das Bauwerk pünktlich zum Beginn des JURA-Volksfestes wieder in Betrieb zu nehmen.
Für den Stadtteil Woffenbach und den gesamten Neumarkter Stadtverkehr bedeutet die Freigabe eine spürbare Entlastung. Mit der Öffnung der Brücke entfallen die bisherigen Umleitungen. Der Kraftfahrzeugverkehr war während der Sperrung großräumig über die Freystädter Straße und den Kurt-Romstöck-Ring geführt worden. Fußgänger und Radfahrer wurden über den Brückenweg, die Rebhuhn-, Wiesen-, Wallenstein- und Roseggerstraße sowie den Volksfestplatz umgeleitet.
Fertigstellung trotz enger Zeitvorgaben
Nach Angaben der Stadt stand das Projekt unter erheblichem Zeitdruck. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn lobte den städtischen Projektleiter Andreas Pfindel, dessen Team sowie die beteiligten Bauunternehmen. Er erklärte: „Dass diese Brücke pünktlich zum Volksfest-Start wieder befahren werden kann, ist ein herausragender Erfolg und keineswegs selbstverständlich. Das städtische Bauteam um Andreas Pfindel und die beteiligten Baufirmen haben unter enormem Zeitdruck exzellente Arbeit geleistet.“
Zusätzlicher Druck entstand laut Stadt dadurch, dass die Deutsche Bahn AG den geplanten Abbruchtermin der alten Brücke kurzfristig um zwei Wochen verschoben hatte. Die dadurch entstandene zeitliche Verdichtung sei im weiteren Projektverlauf durch effiziente Abläufe und intensivierten Einsatz vollständig aufgeholt worden.
Möglich wurde der Ersatzneubau nach Angaben der Stadt auch durch die Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg durch die Deutsche Bahn AG im Jahr 2026. Die damit verbundene Streckensperrung habe ein einmaliges Zeitfenster eröffnet, in dem der Neubau ohne zusätzliche Beeinträchtigungen des laufenden Schienenverkehrs umgesetzt werden konnte.
Regelung für Fußgänger und Radverkehr bleibt bestehen
Im Zuge der Planung wurde nach Angaben der Stadt geprüft, ob die Brücke verbreitert werden könnte, um einen separaten Radweg zu schaffen. Wegen der beengten örtlichen Verhältnisse sei dies technisch nicht möglich gewesen. Auch eine gemeinsame Führung von Fußgängern und Radfahrern auf einem Weg in beide Richtungen sei von Fachleuten der Stadtverwaltung und der Polizei als zu unsicher bewertet worden.
Die künftige Verkehrsführung entspricht deshalb der bisherigen Regelung und der geltenden Rechtslage. Fußgängern steht weiterhin ein separater Gehweg auf einer Brückenseite zur Verfügung. Radfahrerinnen und Radfahrer nutzen die Fahrbahn. Lediglich Kinder bis zum Alter von zehn Jahren dürfen den Gehweg mit dem Fahrrad befahren. Das bestehende Überholverbot von Radfahrern durch mehrspurige Kraftfahrzeuge bleibt nach Angaben der Stadt weiterhin bestehen.
Ochsenkühn sagte dazu: „Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer stand bei unseren Planungen an erster Stelle. Auch wenn eine Verbreiterung für einen eigenen Radweg räumlich leider nicht machbar war, haben wir mit der klaren Trennung und dem Fortbestehen des Überholverbots die bestmögliche und sicherste Lösung geschaffen.“
Gravierende Mängel an der alten Brücke
Der Neubau war laut Stadt infolge regelmäßiger Bauwerksprüfungen beschlossen worden. An der alten Straßenbrücke seien gravierende Mängel festgestellt worden, insbesondere fortgeschrittene Betonabplatzungen an den Pfeilern, Kappen und Stirnseiten. Gutachter hätten mit einer rapiden Zunahme der Schäden in den Folgejahren gerechnet und kurz- bis mittelfristig eine Gefährdung des darunterliegenden Bahnverkehrs nicht mehr ausschließen können. Deshalb sei ein zeitnaher Ersatzneubau dringend empfohlen worden.
Kosten bei rund 2,8 Millionen Euro
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich nach aktuellem Stand auf rund 2,8 Millionen Euro. Einen erheblichen Teil dieser Summe trägt nach Angaben der Stadt die Deutsche Bahn AG bei. Für den verbleibenden Anteil der Stadt Neumarkt an den Baukosten wurden zudem Fördergelder nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beantragt.
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