Zwei Gewaltdelikte an Münchner Bahnhöfen
Bundespolizei berichtet über Pfefferspray-Einsatz am Ostbahnhof und Konflikt um Hausverbot am Hauptbahnhof

Bundespolizei berichtet von zwei Gewaltdelikten an Münchner Bahnhöfen
Am letzten Juli-Wochenende ist es nach Angaben der Bundespolizei sowohl am Münchner Ostbahnhof als auch am Hauptbahnhof zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen. In einem Fall wurde Pfefferspray eingesetzt, im anderen eskalierte ein Streit um ein Hausverbot in einem Lebensmittelgeschäft.
Pfefferspray-Einsatz am Ostbahnhof
Am Samstagmorgen, 25. Juli, kam es am Ostbahnhof gegen 5:40 Uhr zu einer gegenseitigen körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei bislang unbekannten Männern und einer 21-jährigen Frau.
Nach Angaben der Bundespolizei gerieten der Begleiter einer 21-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen und ein Unbekannter zunächst in Streit. Im weiteren Verlauf setzte der unbekannte Tatverdächtige Pfefferspray ein und sprühte in Richtung der Frau und ihres Begleiters. Anschließend entfernte er sich vom Tatort.
Danach kam es auch zwischen der 21-Jährigen und ihrem Begleiter zu einer Auseinandersetzung. Der Mann soll persönliche Gegenstände der Frau, die sie ihm zuvor gegeben hatte, nicht wieder herausgegeben haben. In der Folge schlugen und schubsten sich die Beteiligten nach Angaben der Bundespolizei gegenseitig. Auch dieser Begleiter entfernte sich anschließend unerkannt. Die 21-Jährige suchte daraufhin eigenständig die Bundespolizei auf.
Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei der Frau einen Wert von 1,72 Promille. Durch den Pfefferspray-Einsatz erlitt sie Atembeschwerden, lehnte jedoch eine ärztliche Behandlung ab. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde sie auf freien Fuß gesetzt.
Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung und der Unterschlagung.
Auseinandersetzung in Lebensmittelgeschäft am Hauptbahnhof
Am Sonntagvormittag, 26. Juli, ist es gegen 9:15 Uhr in einem Lebensmittelgeschäft im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofs zu einer gefährlichen Körperverletzung gekommen.
Nach Angaben der Bundespolizei hielt sich dort ein 50-jähriger rumänischer Staatsbürger auf, obwohl gegen ihn ein Hausverbot bestand. Als ein 63-jähriger Ladenmitarbeiter den Mann aufforderte, das Geschäft zu verlassen, entwickelte sich zunächst ein verbaler Streit.
Der 50-Jährige weigerte sich laut Bundespolizei zu gehen und begann, den Angestellten zu treten. Bei der anschließenden gegenseitigen körperlichen Auseinandersetzung soll der 63-Jährige mit einem Einkaufskorb zugeschlagen haben. Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit beobachteten den Vorfall und trennten die beiden Männer. Verletzt wurde nach Angaben der Bundespolizei weder der 63-Jährige noch der 50-Jährige.
Alarmierte Bundespolizisten nahmen den Sachverhalt vor Ort auf und brachten die Beteiligten zur Dienststelle. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 63-Jährige auf freien Fuß belassen.
Der 50-jährige rumänische Staatsangehörige wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München I einem Haftrichter vorgeführt. Die Bundespolizei ermittelt wegen einfacher und gefährlicher Körperverletzung sowie Hausfriedensbruchs.
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