Landshut gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

Zentrale Feier am 16. November mit Führung, Schülerprojekt und Kranzniederlegung auf dem Hauptfriedhof

Von Redaktion Landshut

Der Volkstrauertag am 16. November steht bundesweit im Zeichen des Gedenkens an die Opfer von Krieg, Terror und Gewaltherrschaft. In der Stadt Landshut wird dieser Tag durch eine Reihe besonderer Veranstaltungen gewürdigt. Das diesjährige Motto „Erinnerung heißt, Verantwortung zu übernehmen“ unterstreicht die Bedeutung des Erinnerns im Hinblick auf die Zukunft.

Zentrale Gedenkfeier mit prominenten Gästen

Der Höhepunkt der Veranstaltungen findet am Sonntag ab 16:30 Uhr auf dem Hauptfriedhof Landshut statt. Oberbürgermeister Alexander Putz wird die zentrale Gedenkfeier gemeinsam mit Ehrengästen, darunter Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Regierungspräsident Rainer Haselbeck, eröffnen. Erwartet wird eine starke öffentliche Beteiligung an diesem wichtigen Ereignis.

Das diesjährige Veranstaltungskonzept widmet sich dem Thema „80 Jahre Frieden in Landshut – Erinnern für die Zukunft“. Nach der Ansprache des Oberbürgermeisters spricht die Zeitzeugin Margarethe Schratzenstaller gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der zehnten Jahrgangsstufe der Staatlichen Realschule Landshut über die letzten Kriegsmonate in der Stadt.

Bildung und Erinnerungsarbeit: Öffentliche Führung am Hauptfriedhof

Bereits vor der zentralen Feier lädt die Stadt Landshut ab 15 Uhr auf dem Hauptfriedhof zu einer öffentlichen Führung ein. Der rund eineinhalbstündige Rundgang, gestaltet von der städtischen Friedhofsverwaltung und dem Stadtarchiv, gibt Interessierten Einblicke in die Geschichte ausgewählter Soldatengräber und Gedenkorte.

  • Start: 15 Uhr bei den ersten Soldatengräbern aus dem Jahr 1809
  • Stationen: Denkmäler des Krieges 1870/71
  • Abschluss: Gedenkstätten für Landshuter Gefallene des Ersten und Zweiten Weltkriegs (gegen 16:20 Uhr)
  • Neben historischen Hintergründen werden auch exemplarisch einzelne Grabstätten vorgestellt, um das persönliche Gedenken erfahrbar zu machen.

    Schülerprojekt: Geschichte wird lebendig

    Im Vorfeld der Gedenkfeier haben sich Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Realschule Landshut im Rahmen eines Workshops intensiv mit den Ereignissen der letzten Kriegsmonate in ihrer Heimatstadt auseinandergesetzt. Der Fokus lag dabei auf den Luftangriffen, den Gefechten um den Einmarsch der US-Armee am 1. Mai 1945, den Ereignissen im KZ-Außenlager, dem Schicksal Landshuts als besetzte Stadt sowie der Situation der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge nach dem Krieg.

    Die Ergebnisse des Projekts werden auf Informationstafeln in der Friedhofskapelle präsentiert. Zusätzlich werden diese Inhalte online auf der Homepage und den Social-Media-Kanälen der Stadt bereitgestellt.

    Weitere Informationen auf der offiziellen Webseite der Stadt Landshuthttps://www.landshut.de

    Abschluss der Gedenkfeier

    Den offiziellen Abschluss der Veranstaltungen markiert ein gemeinsamer Zug zur Pietà der Weltkriegsopfer, gefolgt von einem Totengedenken mit Kranzniederlegung und einem gemeinsamen Gebet. Die musikalische Umrahmung übernehmen der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut sowie die Stadtkapelle. Die Veranstaltung endet gegen 17:30 Uhr.

    Gedenken als gesellschaftlicher Auftrag

    Die Veranstaltungen am Volkstrauertag in Landshut verdeutlichen: Erinnerungskultur lebt vom gemeinsamen Engagement der Stadtgesellschaft, der Schulen und der Politik. Mit dem diesjährigen Motto wird die Verantwortung für das Erinnern und das Mahnen für Frieden an nachfolgende Generationen weitergegeben.

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