Spannende Lesung im Kalter-Krieg-Relikt

Am 5. Juni 2025 präsentieren Meyerhuber Rechtsanwälte im unterirdischen Hilfskrankenhaus in Gunzenhausen den Jugendroman „Lupus Noctis“ inklusive Lichtinstallationen und historischer Einblicke – Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

Spannende Lesung im Kalter-Krieg-Relikt
Bild zum Beitrag© Redaktion Gunzenhausen

Eine ungewöhnliche literarische Veranstaltung rückt das unterirdische Hilfskrankenhaus Gunzenhausens in den Mittelpunkt: Am 5. Juni 2025 steht der Jugendroman „Lupus Noctis“ des Autorinnenduos Melissa C. Hill und Anja Stapor im Fokus einer besonderen Lesung. Die Veranstaltung bildet den Höhepunkt der traditionellen Literaturreihe im Kastaniengarten und vereint schaurige Historie mit moderner Jugendliteratur – ein Konzept, das sowohl Kenner des Romans als auch an Geschichte Interessierte ansprechen dürfte.

Ein Psychothriller für junge und junggebliebene Leser

„Lupus Noctis“ spielt direkt in Gunzenhausen und schöpft aus realen Schauplätzen, allen voran dem unterirdischen Hilfskrankenhaus unter der Wirtschaftsschule. Anders als klassische Horrorgeschichten mit Kettensägen und Poltergeistern, setzt der Roman auf subtile, psychologische Spannung. Werwölfe, ein Ritter, eine Hexe und immer wieder das beklemmende Setting sorgen für Nervenkitzel, ohne auf plakative Monster zurückzugreifen.

Die Geschichte entwickelt sich in rasantem Tempo: Die Jugendlichen einer Roman-Gruppe sind in den fensterlosen Gängen eingeschlossen, ein Stromausfall verschärft die Lage, Angst und Unsicherheit nehmen zu. Immer tiefer tauchen die Charaktere – und mit ihnen die Leserschaft – in die sprichwörtlichen Abgründe ihres Bewusstseins ein.

Im Roman wird das Hilfskrankenhaus zur

der Hauptfiguren. Die Mischung aus Adoleszenzgeschichte, Drama und Horror-Thriller hat sich als Überraschungserfolg erwiesen und ist bereits an vielen Schulen als Schullektüre etabliert.

Das unterirdische Hilfskrankenhaus: Morbide Relikte als literarische Bühne

Das tatsächliche Hilfskrankenhaus existiert noch heute nahezu vollständig eingerichtet unter der örtlichen Wirtschaftsschule. Es stammt aus der Zeit des Kalten Krieges und diente als Notfall-Einrichtung für besondere Krisensituationen. Wolfgang Eckerlein, Touristikchef, wird im Rahmen der Veranstaltung den "morbiden Charme" dieses Ortes erläutern und geschichtliche Hintergründe lebendig werden lassen.

Die literarische Veranstaltung greift diesen Schauplatz nicht nur in der Lesung, sondern auch mit einer stimmungsvollen Lichtinstallation auf. Dadurch entsteht eine einzigartige Atmosphäre, in der Vergangenheit und Fiktion miteinander verschmelzen.

Hintergrund: Lokalkolorit und literarische Vielfalt

Ein besonderer Reiz des Romans liegt im Lokalkolorit: Neben dem Hilfskrankenhaus werden Orte wie die Hirteninsel und das Bismarkdenkmal auf der Hensoltshöhe thematisiert. So werden regionale Identität und spannende Inhalte für Leser aller Altersklassen verbunden.

Das Interesse an solchen Literaturprojekten ist groß – nicht zuletzt auch deshalb, weil „Lupus Noctis“ für Jung und Alt gleichermaßen geeignet ist und seinen Platz in Bildungseinrichtungen gefunden hat.

Die Veranstaltung im Detail

  • Termin: Donnerstag, 5. Juni 2025
  • Uhrzeit: 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)
  • Ort: Garten der Kanzlei meyerhuber rechtsanwälte, Gunzenhausen
  • Programm: Lesung aus „Lupus Noctis“ durch Literaturwissenschaftler Manuel Grosser und Holger Johannes Pütz-von Fabeck, Präsentation zur Geschichte des Hilfskrankenhauses durch Wolfgang Eckerlein, Lichtinstallation
  • Kosten: Der Besuch ist kostenfrei
  • Hinweis: Begrenzte Plätze, Anmeldung erforderlich
  • Fazit und Ausblick

    Die Lesung verspricht spannende Einblicke in einen beliebten Jugendroman und macht Geschichte am authentischen Ort erlebbar. Die kulissenhafte Nutzung des Hilfskrankenhauses, das Lokalkolorit und die Verbindung von Literatur und Zeitgeschichte bieten sowohl für Stammgäste der Literaturreihe als auch für neue Besucher einen außergewöhnlichen Abend.

    Wie der Master of Suspense, Alfred Hitchcock, sagte: „There is something more important than logic: Imagination.“ Die Veranstalter setzen diesen Ansatz um – und machen Gunzenhausen für einen Abend zur Bühne für Fantasie und Geschichte.

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