Rufbus in Gunzenhausen wächst weiter
Fünf neue Gemeinden und zusätzliche Haltestellen machen den umweltfreundlichen Nahverkehr noch attraktiver
In Gunzenhausen setzt man verstärkt auf flexible Mobilitätslösungen: Das Rufbussystem hat sich seit sechs Jahren im ländlichen Raum bewährt und wird jetzt weiter ausgebaut. Ziel ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen eine unkomplizierte, kostengünstige und umweltfreundliche Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) zu ermöglichen.
Flexibilität für den ländlichen Raum
Das Besondere am Rufbus in Gunzenhausen ist seine bedarfsorientierte Funktionsweise: Ein einfacher Anruf genügt, um an einer gewünschten Haltestelle abgeholt und bei Bedarf auch wieder zurückgebracht zu werden. Damit ergänzt das Angebot die bestehenden ÖPNV-Linien und sorgt für mehr Flexibilität – insbesondere in Gegenden, in denen feste Fahrpläne weniger praktikabel sind.
Nachhaltigkeit im Fokus
Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz betont die Bedeutung des Systems: „Rufbussysteme im ländlichen Raum sind eine innovative, sinnvolle Antwort auf die Mobilitätsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger, denn sind wir ehrlich: Nicht überall funktioniert ein Festverkehr mit eingetakteten Fahrplänen derart gut wie in einer größeren Stadt. Aber jede Einsparung an Kohlendioxid hilft und schützt die Umwelt. Mit dem Angebot leisten wir einen wichtigen Beitrag für die nächste Generation.“
Erweiterung des Netzes – mehr Gemeinden profitieren
Die Mobilitäts- Verkehrs-GmbH (MVG) betreibt kontinuierlich den Ausbau und die Optimierung des regionalen ÖPNV-Angebots. Zum Jahreswechsel 2024/25 wurde das Rufbusnetz auf die benachbarten Gemeinden Absberg, Dittenheim, Gnotzheim, Haundorf und Westheim erweitert. Pfofeld ist bereits seit 2022 integriert und erfreut sich seitdem großer Nachfrage.
Stundentakt als Standard
Ziel aller angeschlossenen Kommunen ist es, ein attraktives Angebot im Stundentakt zu gewährleisten. So profitieren nicht nur Einwohnerinnen und Einwohner, sondern auch Tagestouristen und Urlaubsgäste von einer flexiblen und günstigen Beförderung nach Gunzenhausen und zurück – ganz ohne eigenes Fahrzeug.
Positive Entwicklung und hohe Nachfrage
Stefan Dietz, Geschäftsführer der MVG, berichtet: „Der Gunzenhäuser Rufbus hat sich mittlerweile etabliert und erfreut sich hoher Nachfrage, die im letzten Jahr um weitere 8 % angestiegen ist. Über den Ausbau des Angebots wurde in Verbindung mit der Stadt Gunzenhausen ein Förderantrag bei der Regierung von Mittelfranken gestellt, der seitens des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr positiv beschieden wurde.“
Dies unterstreicht die Relevanz und den Erfolg des Rufbussystems im ländlichen Raum.
Neue Ziele und Haltestellen ab Juli 2025
Ab dem 1. Juli 2025 gibt es weitere Neuerungen: Auf den fünf Linien des Rufbus-Systems werden zusätzliche Ziele angefahren. Neben den bisherigen Ein- und Ausstiegshaltestellen am Bahnhof Gunzenhausen und in der Steingass kommen künftig auch das Waldbad (interessant für Erholungssuchende) und das Gewerbegebiet Nord (ideal für Kinogänger) hinzu. Auch praktische Bedürfnisse werden abgedeckt: Die neuen Haltestellen „Alemannenstraße“ – in der Nähe eines Einkaufszentrums – und das Krankenhaus bieten zusätzliche Servicepunkte.
Tarife im Überblick
Alle fünf Gunzenhäuser Rufbuslinien werden von der MVG koordiniert. Es gelten die Tickets des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN), was für einfache Nutzung und transparente Tarife sorgt.
Mit dem zukunftsorientierten Ausbau zeigt Gunzenhausen, wie nachhaltige und flexible Mobilität auch im ländlichen Raum funktionieren kann – und setzt damit ein Zeichen für Umwelt und Lebensqualität in der Region.
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