Kurzmitteilung: MVG als seniorenfreundlich geehrt
Gunzenhäuser Verkehrs-GmbH erhält Auszeichnung vom Seniorenbeirat – geplant sind mehr Barrierefreiheit, ein neues Kundencenter am Bahnhof und eine Broschüre für ältere Menschen.

Die Gunzenhäuser Mobilitäts- und Verkehrs-GmbH ist vom Seniorenbeirat der Stadt Gunzenhausen als seniorenfreundlicher Betrieb ausgezeichnet worden. Die Urkunde würdigt damit ein kommunales Unternehmen, das nach eigenen Angaben den Blick zunehmend auf die Bedürfnisse älterer Menschen, von Menschen mit Handicap und von Eltern mit Kinderwagen richtet.
Auszeichnung für seniorenfreundliches Verhalten
Die Ehrung fügt sich in eine länger angelegte Zusammenarbeit ein: Seit 2010 kooperiert der Seniorenbeirat eng mit der städtischen Wirtschaftsförderung. Diese zeichnet regelmäßig ortsansässige Betriebe aus den Bereichen Dienstleistung, Handel und Handwerk für seniorenfreundliches Verhalten aus. Nun wurde auch die Gunzenhäuser Mobilitäts- und Verkehrs-GmbH, kurz MVG, in diesen Kreis aufgenommen.
Für MVG-Geschäftsführer Stefan Dietz ist die Auszeichnung ein wichtiges Signal. Er verweist darauf, dass die Fahrgäste des Unternehmens älter werden und ihre Bedürfnisse deshalb eine immer größere Rolle spielen. Das Kundencenter am Marktplatz solle auch für Menschen mit Einschränkungen optimale Bedingungen bieten.
Barrierefreiheit als zentrales Thema
Schon kleine Hürden wie Treppenstufen oder Steigungen können für ältere Menschen, Menschen mit Handicap oder Eltern mit Kinderwagen zu einer erheblichen Belastung werden. Genau an diesem Punkt setzen Julia Braun als Beauftragte für Menschen mit Beeinträchtigungen und die in Gunzenhausen Beschäftigten nach Angaben der Mitteilung seit längerer Zeit an. Sie arbeiten demnach an verschiedenen Stellen im öffentlichen Raum daran, Verbesserungen zu erreichen.
Dietz betont, Inklusion sei der Schlüssel für ein gutes gesellschaftliches Miteinander. Die konsequente Durchsetzung von Barrierefreiheit sei zugleich ein wichtiger Indikator dafür, wie Gunzenhausen als lebenswerte Region wahrgenommen werde. Dass die MVG als noch relativ junges Unternehmen vom Seniorenbeirat als seniorenfreundlich ausgezeichnet wurde, wertet er als Bestätigung der bisherigen Bemühungen.
Neuer Standort und weitere Schritte
Die Zusammenarbeit mit der Stadt Gunzenhausen soll nach Angaben der MVG weitergehen. Aktuell wird gemeinsam mit der Stadt an einem neuen Standort des Kundencenters am Bahnhof gearbeitet. Auch dort sollen die Bedürfnisse älterer Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden.
Die Zertifizierung versteht das Unternehmen ausdrücklich nicht als Abschluss, sondern als Beginn weiterer gemeinsamer Anstrengungen. So arbeitet die MVG an einer Broschüre, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sein soll. Ziel sei es, den ÖPNV in der Stadt ohne Hemmnisse nutzbar zu machen. Dabei erhält die MVG fachliche Unterstützung sowohl vom Seniorenbeirat als auch von Julia Braun.
Informationen zum Angebot
Nähere Informationen zur Mobilitäts- und Verkehrs-GmbH sowie zum ÖPNV-Angebot in der Stadt sind unter folgendem Link abrufbar:
Einordnung der Auszeichnung
Die Ehrung der MVG steht für einen Ansatz, der Barrierefreiheit nicht als Zusatz, sondern als festen Bestandteil öffentlicher Mobilität begreift. Der Fokus auf seniorenfreundliche Bedingungen betrifft dabei nicht nur das Kundencenter, sondern auch die Frage, wie öffentliche Angebote grundsätzlich zugänglich gestaltet werden können.
Die Mitteilung macht deutlich, dass in Gunzenhausen mehrere Akteure zusammenarbeiten: der Seniorenbeirat, die städtische Wirtschaftsförderung, die MVG, Julia Braun sowie die Stadt selbst. Ziel ist es, den Alltag für ältere Menschen und andere Gruppen mit besonderen Bedürfnissen spürbar einfacher zu machen.
Auch die Bildunterschrift unterstreicht den Anlass der Auszeichnung: Zu sehen ist das Kundencenter-Team gemeinsam mit Vertretern des Seniorenbeirats und der ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten Julia Braun. Der Termin markiert damit nicht nur eine Ehrung, sondern auch den Auftakt für weitere Schritte in Richtung mehr Zugänglichkeit im städtischen Mobilitätsangebot.
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